Rohstoffe

China plant strategische Rohstoffkäufe

Energie: Ölpreis – Wie gewonnen, so zerronnen

Die Finanzmärkte geben auch am Ölmarkt weiterhin den Takt vor. Der erneute Rutsch an den US-Aktienmärkten hat die Ölpreise mit nach unten gezogen, so dass sie fast die gesamten Gewinne vom Vortag wieder abgegeben haben. Der Brentölpreis notiert heute Morgen unter 40 USD, der WTI-Ölpreis etwas über 37 USD je Barrel. Zur allgemeinen Unsicherheit haben auch Ängste vor einer Überversorgung beigetragen. Zum einen hat der Lagerbericht des US-Energieministeriums einen Anstieg der Rohölvorräte um 2 Mio. Barrel gezeigt, während vom Bloomberg-Konsens ein Abbau um 3 Mio. Barrel erwartet wurde. Das API hatte aber am Vortag einen sogar noch stärkeren Lageraufbau berichtet, so dass sich die Überraschung darüber in Grenzen hielt. Neben höheren Netto-Rohölimporten offenbarten die Daten eine akute Nachfrageschwäche. So haben die Raffinerien so wenig Rohöl verarbeitet wie zuletzt Anfang Mai und die US-Benzinnachfrage sank auf das niedrigste Niveau seit Mitte Juni. Zugleich scheint sich die US-Ölproduktion wieder zu erholen. In ihrem Kurzfristausblick vom Mittwoch schätzt die US-Energiebehörde EIA, dass dieUS-Ölproduktion nach dem Rückgang von 12,7 Mio. Barrel täglich im ersten Quartal auf 10 Mio. Barrel im Mai wieder steigt. Der Augustwert wurde zwar wegen des Hurrikans auf 10,8 Mio. Barrel täglich nach unten revidiert. Im September soll die Produktion aber weiter auf 11,2 Mio. Barrel steigen. Danach soll sie jedoch wegen der fehlenden Exploration in den letzten Monaten wieder sinken und in der ersten Hälfte 2021 durchschnittlich nur 11 Mio. Barrel täglich betragen. Erst gegen Ende 2021 dürfte sie dann wieder auf 11,4 Mio. Barrel täglich steigen. Die schwache Nachfrage weltweit gepaart mit einem Anstieg der Nicht-OPEC-Produktion dürfte die OPEC bald wieder vor eine Zerreißprobe stellen. So wird derzeit im Irak bereits diskutiert, ob sich das Land weiter an den freiwilligen Produktionskürzungen beteiligen soll. Es hat die zugesagten Kürzungen bislang nicht vollständig umgesetzt, sich deswegen aber auf zusätzliche Reduktionen verpflichtet. Sollte die Förderdisziplin innerhalb der OPEC bröckeln, würde der Ölpreis verstärkt unter Druck kommen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SB3T6NShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Starke Preisschwankungen bei Gold

Der Goldpreis war gestern ein weiteres Mal Spielball der Entwicklung an den Devisenmärkten. Am Nachmittag sprang der Preis bis auf 1.965 USD je Feinunze, als der EUR-USD-Wechselkurs über 1,19 stieg. Mit dem anschließenden Rückgang von EUR-USD auf gut 1,18 ging es auch für Gold wieder nach unten. Letztlich ging Gold bei 1.940 USD nahezu unverändert aus dem Handel. Was war passiert? EZB-Präsidentin Lagarde wiederholte die Aussagen ihres Chefvolkswirtes Lane nicht, wonach die Entwicklung des Euro “endogen” für die Geldpolitik der EZB sei. Diese Aussagen hatten den Euro in der letzten Woche stark unter Druck gesetzt. Zwar wies auch Lagarde darauf hin, dass der Wechselkurs die Inflation beeinflusst und daher genau beobachtet werde. Ein Wechselkursziel würde die EZB aber nicht verfolgen. Der Euro machte damit die durch die Äußerungen von Lane verursachten Verluste teilweise wieder wett. Der erneute Schwächeanfall im späteren Handel zeigt allerdings, dass der Markt dem Braten offensichtlich nicht so recht traut. Zudem bleibt die EZB-Geldpolitik auch so extrem expansiv. Denn an den bislang laufenden Maßnahmen wurde nichts geändert. Heute könnten die US-Inflationsdaten für neuerlichen Auftrieb bei Gold sorgen, sollten diese wie im Vormonat höher ausfallen als erwartet.

Der chinesische Automarkt befindet sich weiter auf Erholungskurs. Daten des Verbandes der chinesischen Automobilproduzenten zufolge stiegen die Verkaufszahlen im August den fünften Monat in Folge. Im August lagen die Absätze 11,6% höher als im Vorjahr. Seit Jahresbeginn steht wegen des coronabedingten Einbruchs im Frühjahr aber noch ein Minus von knapp 10% zu Buche. Von der Erholung sollte insbesondere Palladium profitieren, das in Katalysatoren von Benzinmotoren zum Einsatz kommt. Der Palladiumpreis konnte Anfang September auf ein 5-Monatshoch von 2.380 USD je Feinunze steigen. Seither schwankt er um die Marke von 2.300 USD.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
SB3T5QLongPalladium FutureFaktor: 3
SB3T9RShortPalladium FutureFaktor: -3
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Industriemetalle: China vor dem Aufbau weiterer staatlicher Rohstoffreserven

Medienberichten zufolge plant China im nächsten 5-Jahresplan, der 2021 beginnt, den Aufbau weiterer staatlicher Rohstoffreserven. Dies ist laut den Berichten eine Reaktion auf das Coronavirus und die sich verschlechternden Beziehungen zu den USA und deren Verbündeten. Die Reserven sollen so weit aufgestockt werden, dass sie Angebotsausfällen standhalten, die die Konjunktur lahmlegen könnten. Hierzu sollen weitere Lagerkapazitäten gebaut werden. Die chinesische Regierung wird im Oktober den neuen 5-Jahresplan präsentieren. Zwar werden in den Medienberichten zuvorderst Rohöl und landwirtschaftliche Güter genannt, es sollen demnach aber auch strategische Metalle gekauft werden. Welche Metalle damit gemeint sind, wird allerdings nicht erwähnt. Letzten Monat hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass China plant, 2.000 Tonnen Kobalt zu kaufen, das in Batterien für Elektrofahrzeuge verwendet wird. In der Vergangenheit hatte das Staatliche Reservebüro, das der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission unterstellt ist, bereits Metalle wie zum Beispiel Kupfer gekauft. Schon die jüngsten immensen Kupferkäufe der letzten Monate, die sich in rekordhohen Importen widerspiegelten, dürften unseres Erachtens zum Teil für den Aufbau staatlicher Reserven verwendet worden sein. Mit umfangreichen Käufen würde China die Rohstoffpreise sicherlich stützen. Dagegen plant Indien einer Reuters-Meldung zufolge die Einfuhren von Metallen, vor allem von Kupfer und Aluminium, zu begrenzen. Damit sollen die heimischen Metallproduzenten geschützt werden. Indien importiert seit zwei Jahren größere Mengen Kupferraffinade, dies unserer Ansicht nach aber wegen dem Ausfall der „Tuticorin“-Schmelze. Die Aluminiumimporte sind dagegen seit Jahren ohnehin rückläufig.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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