Rohstoffe

China-Gerüchte treiben Goldpreis auf 4-Monatshoch

Energie: Der Brentölpreis stieg gestern auf 69,4 USD je Barrrel und näherte sich damit bis auf wenige Cents dem Hoch von Mai 2015. Auf Schlusskursbasis verzeichnete Brent ein 3-
Jahreshoch von gut 69 USD. WTI erreichte mit 63,7 USD je Barrel das höchste Niveau seit Dezember 2014. Die OPEC ist dadurch in einer Zwickmühle. Kurzfristig füllen sich wegen der höheren Einnahmen zwar die Staatskassen, mittel- bis langfristig droht aber der Verlust von Marktanteilen an die US-Schieferölproduzenten. Die neuen Produktionsschätzungen der US-Energiebehörde lieferten hierfür bereits einen Vorgeschmack.

Der Ölminister des Iran sprach in dieser Woche davon, dass man in der OPEC nicht an einem Ölpreis von mehr als 60 USD interessiert sei. Eine Rücknahme der Produktionskürzungen zum jetzigen Zeitpunkt ist dennoch unwahrscheinlich, weil das Ziel des Marktausgleichs noch nicht erreicht ist. Auch der anstehende Börsengang des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco spricht gegen eine vorschnelle Kehrtwende in der OPEC-Förderpolitik. Das US-Energieministerium berichtete gestern einen überraschenden Rückgang der US-Rohölproduktion in der letzten Woche um 290 Tsd. Barrel pro Tag. Dieser sollte aber nur temporär sein, da das extreme Winterwetter die (Schiefer-)Ölproduktion insbesondere im Bakken-Vorkommen in Nord-Dakota erschwert haben dürfte. Die Rohölbestände fielen um knapp 5 Mio. Barrel. Dem stand allerdings ein Lageraufbau bei Benzin und Destillaten von jeweils 4 Mio. Barrel gegenüber. Die Raffinerien verarbeiteten also deutlich mehr Rohöl als benötigt.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8
CE9J22 Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Angefacht durch einen schwachen US-Dollar ist Gold gestern zeitweise auf ein 4-Monatshoch von 1.328 USD je Feinunze gestiegen. Die US-Währung wertete vorübergehend deutlich ab, nachdem gemeldet wurde, dass China in Zukunft weniger oder sogar gar keine US-Staatsanleihen mehr kaufen könnte. Denn diese seien im Vergleich zu anderen Vermögenswerten weniger attraktiv. In Reaktion darauf stieg zwar auch die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen weiter, dies konnte den Goldpreis in seiner Aufwärtsbewegung aber nicht stoppen. Im weiteren Handelsverlauf kehrte dann aber wieder Ruhe ein und Gold gab einen Teil seiner Gewinne wieder ab. Mittlerweile wurden die Meldungen von der chinesischen Devisenaufsicht SAFE auch dementiert.
China hat gemäß Daten des Verbands der chinesischen Automobilproduzenten (CAAM) im Dezember mit 2,65 Mio. zwar etwas weniger Autos verkauft als im Vorjahr, der Dezember- Wert war aber der höchste im letzten Jahr. Im Gesamtjahr wurden 24,74 Mio. Autos verkauft, 1,8% mehr als im Vorjahr. Die Autoabsätze sind damit seit mindestens zwölf Jahren in Folge gestiegen (Daten von der CAAM sind über Bloomberg seit 2005 erhältlich), auch wenn die Dynamik im letzten Jahr deutlich nachgelassen hat. Im November und Dezember wurden absolut betrachtet sehr viele Autos verkauft, da China die Steuervergünstigungen für den Kauf von Autos mit kleinen Motoren zum 1. Januar 2018 vollständig zurückgeführt hat. Für 2018 erwartet die CAAM ein Absatzplus von rund 3%. Die guten chinesischen Autoverkäufe sind im Nachhinein eine Erklärung für den gestiegenen Palladiumpreis im letzten Jahr und dürften den Preis auch in diesem Jahr unterstützen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6
CD5B34 Faktor Short Gold-Future Faktor: -6

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