Rohstoffe

Bullen am Ölmarkt geben weiter den Takt vor

Energie: Brent kratzt am 7-Jahreshoch

Die Ölpreise starten mit Zuwächsen in die neue Handelswoche, nachdem sie die letzte Woche mit dem vierten Wochengewinn in Folge abgeschlossen haben. Brent nähert sich damit dem Hoch vom Oktober 2018 bei 86,74 USD je Barrel. Ein Überschreiten dieses Niveaus würde den Preis auf ein 7-Jahreshoch steigen lassen. Dieses hat der Gasölpreis mit 760 USD je Tonne bereits erzielt. Bei WTI fehlt zum Erreichen des 7-Jahreshochs noch rund 1 USD. Der saudi-arabische Energieminister Abdulaziz bin Salman hat sich über den Anstieg der Ölpreise unbesorgt gezeigt, was nicht auf eine stärkere Ausweitung der Ölproduktion durch die OPEC+ hindeutet. Mehr Öl kommt dagegen aus Libyen an den Markt: Laut dem libyschen Ölminister liegt die Ölproduktion wieder bei 1,2 Millionen Barrel pro Tag, nachdem die Blockade der westlichen Ölfelder aufgehoben wurde und die Ölhäfen im Osten des Landes wieder geöffnet wurden. Zu Jahresbeginn war die Ölproduktion Libyens auf gut 700 Tausend Barrel pro Tag gesunken, was mit zum Preisanstieg beigetragen hatte. Dass der Ölpreis auf die Normalisierung der Produktion nicht negativ reagiert, ist bemerkenswert. Offenbar nehmen die Marktteilnehmer derzeit selektiv nur bestimmte Nachrichten wahr, die für steigende Preise sprechen. Dazu passen auch Äußerungen des weltgrößten Ölhändlers Vitol, wonach die Ölpreise wegen des angespannten Angebots weiter steigen könnten. Der Asien-Chef von Vitol sieht das derzeitige Preisniveau und die starke Backwardation als gerechtfertigt. Bei Backwardation werden die Ölkontrakte mit kurzfristiger Fälligkeit mit einem Aufschlag gehandelt, was auf ein begrenztes verfügbares Angebot hindeutet. Dadurch wird Rohöl auch für Finanzanleger attraktiv, da diese bei einem Kontraktwechsel Ölkontrakte günstiger erwerben können. Die am Freitag veröffentlichten Daten der ICE und CFTC zeigten jeweils einen deutlichen Anstieg der spekulativen Netto-Long-Positionen um 44,4 Tausend beziehungsweise 25,3 Tausend Kontrakte bei Brent und WTI in der Woche zum 11. Januar. Bei Brent liegen sie mittlerweile auf dem höchsten Stand seit Oktober 2021, bei WTI so hoch wie zuletzt im November 2021.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Gold tritt auf der Stelle, spekulative Finanzinvestoren auf dem Rückzug

Gold legt zum Wochenstart leicht auf gut 1.820 USD je Feinunze zu und macht damit die Verluste von Freitag teilweise wieder wett. Schwächere US-Konjunkturdaten hatten Gold Ende letzter Woche keinen Auftrieb verliehen. Im Gegenteil, der Preis kam etwas unter Druck da der US-Dollar moderat aufwertete und die Anleiherenditen gestiegen sind. Den Daten zufolge lagen im Dezember sowohl die Einzelhandelsumsätze in den USA als auch die Industrieproduktion unter den Erwartungen. Zudem ist im Januar das von der Universität Michigan erhobene vorläufige Verbrauchervertrauen stärker als erwartet gesunken. Darin könnten sich die Sorgen angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante und der hohen Inflation widerspiegeln. Die Marktteilnehmer dürften sich unseres Erachtens bei Gold vor der ersten Zinserhöhung der US-Notenbank Fed mit Käufen zurückhalten. Möglicherweise erhoffen sie sich von der Fed-Sitzung nächste Woche (25./26. Januar) weitere beziehungsweise noch klarere Signale, dass die Fed im März mit ihrem Zinserhöhungszyklus beginnt. Unterdessen werden die Rufe nach einer stärkeren Straffung der Geldpolitik lauter: Ein bekannter Hedgefonds-Manager fordert von der Fed im März sogar eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte. Die spekulativen Finanzinvestoren haben zuletzt einen Teil ihrer Netto-Long-Positionen wieder zurückgeführt, nachdem sie diese gegen Ende letzten Jahres spürbar ausgeweitet und so wohl zum Jahresendspurt des Goldpreises beigetragen hatten. Laut der aktuellen CFTC-Statistik wurden die Netto-Long-Positionen in der Woche zum 11. Januar leicht auf 74,3 Tausend Kontrakte reduziert. Bei Silber fiel der Abbau deutlicher aus. Und bei Platin wurden die Netto-Short-Positionen in der Berichtswoche fast verdoppelt. Die spekulativen Finanzinvestoren setzen bei Platin unter dem Strich also auf fallende Preise. Dies dürfte es Platin schwer machen, kurzfristig die Marke von 1.000 USD je Feinunze zurückzuerobern.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SF5DDSLongSilver FutureFaktor: 3
SF5DDHShortSilver FutureFaktor: -3
SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Verhaltene Reaktion auf bessere chinesische Konjunkturdaten

Die Metallpreise an der LME in London zeigen sich zum Wochenauftakt nahezu alle fester, wenn auch moderat. Kupfer verteuert sich auf 9.750 USD je Tonne, Aluminium handelt zeitweise über der Marke von 3.000 USD je Tonne. Die Preise in London haben sich damit von den Preisen an der SHFE entkoppelt letztere sind schwächer. Wie das Nationale Statistikbüro (NBS) heute berichtet hat, ist die chinesische Wirtschaft im vierten Quartal gegenüber Vorjahr zwar um 4% und damit deutlich stärker gewachsen als erwartet. Dies ist aber eine deutliche Verlangsamung zu den Vorquartalen. Zudem hat die chinesische Zentralbank (PBoC) den Zinssatz für die mittelfristige Kreditfazilität (MLF) kurz vor Bekanntgabe des BIP um 10 Basispunkte gesenkt. Offenbar macht sich die Regierung Sorgen über ein Abgleiten der Wirtschaft, auch im Hinblick auf die konjunkturellen Risiken durch die Omikron-Variante. Die PBoC könnte daher in den kommenden Monaten die Geldpolitik weiter lockern, auch wenn wir ihren Handlungsspielraum angesichts der weiter bestehenden Schuldenproblematik begrenzt sehen. An den Metallmärkten herrscht wohl auch deshalb keine Euphorie, sonst würden die Preise heute wohl deutlich höher notieren. Neben den Konjunkturdaten hat das NBS unter anderem Daten zur chinesischen Aluminium- und Stahlproduktion veröffentlicht. Die Aluminiumproduktion ist demnach im Dezember zwar um 4% gegenüber Vorjahr gefallen. Im Gesamtjahr ist sie allerdings um fast 5% auf ein Rekordhoch von 38,5 Millionen Tonnen gestiegen. Die Inbetriebnahme umfangreicher neuer Kapazitäten hat dabei offensichtlich die Produktionskürzungen im Zuge der Stromrationierungen überkompensiert. Die chinesische Stahlproduktion lag wie von den Behörden angeordnet leicht unter Vorjahr (-3%). Mit erneut über 1 Milliarden Tonnen wurde aber wieder eine gigantische Menge produziert. Zudem ist die Stahlproduktion im Dezember im Vergleich zum Vormonat kräftig gestiegen sie lag auf einem 5-Monatshoch.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper Future Faktor: 5
SH0ETJShortCopper Future Faktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!