Währung

Brexit: Der Tag der Entscheidung?

USD: Fed hält die Tür weit offen

Diesmal arbeitete es Fed Chef Jerome Powell deutlicher heraus: die Tür ist weit offen für eine weitere Zinssenkung. Das Risiko “Unsicherheit über globale Konjunkturrisiken” – also Folgen des Handelskriegs – strich die Fed aus ihrem Statement, dafür taucht jetzt neben den “globalen Entwicklungen” vor allem der “gedämpfte Inflationsdruck” als wichtiger Faktor für den weiteren Verlauf des Leitzinses auf. Hätte der Markt es noch als positiv für den Dollar werten können, dass die Projektionen der Fed nach einer langen Pause im Zinszyklus im Jahr 2020 auf die längere Sicht eher wieder Zinserhöhungen signalisieren, so wurde doch in der Pressekonferenz deutlich, dass zum einen die Aussagekraft dieses Prognosen begrenzt ist und dass zum anderen der schwache Inflationsdruck trotz historisch niedriger Arbeitslosenquote das FOMC sehr beschäftigt. Es dauere offensichtlich länger, bis die Inflation steigt, so Powell. Nur eine “wesentliche Neueinschätzung der wirtschaftlichen Aussichten” würden laut Powell zu einer Zinsänderung führen, und für eine Zinserhöhung müsste es einen “signifikanten und anhaltenden” Anstieg der Inflation geben. Kurzum: solange die Preise nicht deutlicher steigen und das Ziel sogar überschießen, sind Zinserhöhungen vom Tisch. Im Gegenteil: sollte sich der Ausblick für Wirtschaft und Inflation wieder eintrüben, also die Datenlage verschlechtern, ist eine Zinssenkung wahrscheinlich. Dass nach wie vor eine Zinssenkung wahrscheinlicher ist als eine Zinserhöhung wertete der Markt negativ für den Dollar, weshalb EUR-USD jetzt um die 1,1140 notiert. Sollten die US Konjunkturdaten, vor allen zu den Preisen, in den nächsten Wochen enttäuschen, geht’s noch weiter runter mit dem Greenback.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

EUR: Alles neu für Christine

Die Tatsache, dass für EZB-Chefin Christine Lagarde alles neu ist, was Geldpolitik anbelangt, bedeutet für den Markt, dass sich beide Seiten erst einmal kennenlernen und aneinander gewöhnen müssen. Wobei die Phase des Kennenlernens manchmal zu Missverständnissen führen kann. Was haben wir von der heutigen EZB-Sitzung zu erwarten? Seitens der Geldpolitik erstmal nicht viel, zumal sich an den Wachstums- und Inflationsprognosen nicht viel ändern dürfte. Laut Lagarde steht in naher Zukunft eine Überprüfung der EZB-Strategie an, diese dürfte aber vor Anfang 2020 nicht beginnen, denn dann erst haben alle neuen EZB-Direktoriumsmitglieder auch ihre Arbeit aufgenommen. Eine erste Diskussion dürfte aber diesmal schon stattfinden, wobei die Nebenwirkungen von Negativzinsen und Anleihekäufen zur Sprache kommen dürften. Der Markt könnte dies zum Anlass nehmen, noch weiter Abstand von Zinssenkungserwartungen zu nehmen. Hüten sollte sich der Markt vor einer Überinterpretation von Lagardes Aussagen. Sie ist laut eigenen Worten noch dabei, die Notenbanksprache zu erlernen. Neue Begrifflichkeiten oder Formulierungen, die Lagarde in ihrer freien Redeweise benutzt, könnten also als geändertes geldpolitisches Signal schnell fehlinterpretiert werden. Insofern sollte der Markt die erste EZB-Sitzung und Pressekonferenz von Lagarde meines Erachtens erst einmal gelassen hinnehmen, um Missverständnissen vorzubeugen. Angesichts der zunehmen dünnen Liquidität im Markt ist jedoch nicht auszuschließen, dass der Euro trotzdem einige erratische Bewegungen sehen könnte.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLR Long EUR/USD Faktor: 5
CU54YQ Short EUR/USD Faktor: -5
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GBP: Der Tag der Entscheidung

Heute gehen die Briten an die Urnen. Das Parlament soll neu gewählt werden, erste Ergebnisse könnten vor Mitternacht vorliegen. Laut Umfragen liegen die Konservativen Tories mit Boris Johnson einige Prozentpunkte vor der Labour Partei. Ein Wahlsieg Johnsons würde bedeuten, dass er seine Agenda durchziehen könnte, mittels der Verabschiedung des Abkommens mit der EU Ende Januar geordnet aus der Gemeinschaft auszutreten. Es bliebe dann erstmal beim Status Quo bis Ende 2020, bis dahin müsste dann die zukünftige Beziehung mit der EU ausgehandelt sein (bspw. Freihandelsabkommen, Norwegen-Lösung etc.), ansonsten gäbe es doch einen harten Bruch. Die Zeit für diese umfangreichen Verhandlungen ist äußert knapp. Aber erstmal wäre mit einem Wahlsieg Johnsons kurzfristig ein harter Brexit vermieden, auch wenn der Ende 2020 wieder drohen könnte. Die bei einem Wahlsieg der Tories sinkende Unsicherheit sollte prinzipiell dem Pfund noch etwas Auftrieb geben.

Jetzt hängt alles davon ab, wie die Wähler entscheiden. Denn was macht ein Wähler, der prinzipiell für die Tories ist, aber Großbritannien weiter in der EU sehen möchte? Trotzdem die Tories und damit den Austritt wählen? Oder Labour wählen, wobei die Partei selbst über den Brexit zerstritten ist? Trotz der Umfragen ist eine Pattsituation im Parlament immer noch möglich, auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür gering ist. In diesem Fall würde das Pfund massiv abwerten, da sich die Hoffnungen auf ein Happy End sofort zerschlagen würden. Und dass im UK bei Wahlen alles möglich ist, haben wir schon oft genug gesehen. Lassen wir uns überraschen. Diejenigen, die im Pfund positioniert sind, müssen auf den letzten Drücker halt die Seite absichern, die ihnen am meisten weh tut.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL6 Long EUR/GBP Faktor: 10
CU54Y5 Short EUR/GBP Faktor: -10
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SEK: Nächste Woche, Kinder, wird’s was geben

Da mussten sich die Riksbank-Skeptiker die Augen reiben: die besser als erwarteten schwedischen Inflationszahlen für November (+1,7% ggü. Vj.) sprechen dafür, dass die Riksbank nächste Woche der Leitzins um 25 Bp auf 0% anheben wird. Der Inflationstrend sieht ebenfalls freundlich aus. Wir fühlen uns in unserer Annahme bestätigt, dass die Notenbank kommenden Donnerstag zur Tat schreiten wird. Es wäre schön, wenn heute jetzt auch noch die November-Arbeitslosenquote ordentlich ausfiele. So oder so freuen wir uns aber, dass sich angesichts der geringeren Risikoaversion am Markt endlich die Erkenntnis durchsetzen kann, dass die Riksbank den negativen Bereich der Zinsen verlassen möchte und kann, so dass die SEK an Wert gewinnen kann.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XMM Long EUR/SEK Faktor: 5
CU54ZN Short EUR/SEK Faktor: -5
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