Währung

Brexit: Alle Zeit der Welt

Keine “Game Changer”

So ganz sicher ist sich der Markt dann doch nicht in seinem Optimismus, welcher gestern im europäische Handel erst einmal für einen schwächeren Dollar sorgte. Weshalb der Markt vor dem langen Wochenende in den USA im Endeffekt offensichtlich doch noch lieber ein paar Dollar zurückkaufte. Nachvollziehbar, denn die Meldungen zur Pandemie in den USA sind eher besorgniserregend. Und selbst, wenn der US Arbeitsmarkt gestern positiv überraschte, heißt das nicht, dass er sich weiter erholt hat, denn die Zahl der Neuinfektionen sind zuletzt weiter gestiegen, sodass einige US Staaten ihre Lockerungsmaßnahmen ausgesetzt haben. Außerdem gibt es genügend andere Krisenherde weltweit. Deshalb liegen für den Markt wohl auch die Chancen höher, dass in den nächsten Tagen die Risikoaversion aufgrund schlechter Nachrichten wieder anspringen und der Dollar zulegen könnte, statt dass der Optimimus weiter zunimmt. Die untere Seite in EUR-USD scheint noch die schwächere zu sein.

Ungeachtet der Schwankungen im Tagesverlauf bleibt unterm Strich aber festzustellen: wirkliche Game Changer, die entweder die Risikoaversion noch einmal massiv anspringen lassen (bspw. eine zweite Pandemie-Welle weltweit) oder die plötzlich für überbordenden Optimismus sorgen könnten (bspw. eine wirksame Impfung, die sehr schnell in sehr großen Mengen verfügbar ist), sind nicht absehbar. Weshalb es letzten Endes auch für EUR-USD keinen Grund gibt, aus der aktuellen Spanne auszubrechen.

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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Alle Zeit der Welt

Ich zweifle daran, dass der Markt im Pfund ausreichend einpreist, dass die Gefahr eines No-Deal Brexit zusehends steigt. Es liegt nicht nur daran, dass die Pandemie und die Erkrankung der beiden Chefunterhändler, Michael Barnier und David Frost, zu Verzögerungen in den Verhandlungen geführt haben und der Zeitplan bis zum Jahresende entsprechend immer enger wird – schließlich hat Premierminister Boris Johnson eine Verlängerung der Übergangsphase ausgeschlossen. Normalerweise bringen vertrauliche Verhandlungen hinter verschlossenen Türen unter vier oder sechs Augen oft Fortschritte, denn die beteiligten Personen können oftmals freier reden und Dinge äußern, die nicht gleich in offiziellen Protokollen erscheinen. Beide Seiten haben die Chance, Zugeständnisse zu machen, ohne dass diese gleich fixiert werden und möglicherweise in der Öffentlichkeit für Empörung sorgen, sodass die Kompromissfindung erleichtert wird. Nicht aber beim Brexit-Prozess. Obwohl diese Woche nicht mehr per großer Videokonferenz, sondern in Brüssel in kleinem Kreis von Angesicht zu Angesicht verhandelt wurde, sind wieder einmal keine konkreten Ergebnisse erzielt worden, sondern die Gespräche zwischen Barnier und Frost endeten sogar schon am Donnerstag, also einen Tag früher als geplant. Als hätte man noch alle Zeit der Welt. Hinter vorgehaltener Hand heißt es mittlerweile, man habe sich bis jetzt – wenn überhaupt – nur auf eine gemeinsame Tagesordnung geeinigt. Eine Einigung sei möglich und in beiderseitigem Interesse, so Barnier. Die Verhandlungen seien umfangreich und nützlich gewesen, so Frost, hätten aber auch die gewaltigen Differenzen aufgezeigt, sogar bei den großen Themen. Von den kleinen ganz zu schweigen. Nach wirklichem Fortschritt hört sich das (noch) nicht an. Es mag Taktik sein, dass beide Parteien auf Zeit spielen. Jetzt kommt dann aber bald auch noch die Sommerpause, sodass die Zeit für ein umfassendes Abkommen, über das die EU im Herbst abstimmen möchte, immer knapper wird. Nächste Woche geht’s zwar in London mit den Gesprächen weiter. Ich fürchte aber, dass uns bei derart zähen Verhandlungen zum Jahresende entweder schlaflose Nächte aufgrund endloser Verhandlungsmarathons, ein Schnellschuss-Abkommen oder aber sogar wirklich ein harter Brexit drohen. Alles keine erfreulichen Aussichten für das Pfund.

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CNY: Caixin-PMI überrascht positiv

Viele Anleger dürfte die zuletzt ordentliche Entwicklung der chinesischen Einkaufsmanagerindizes (PMI) beeindrucken. Auch heute überraschten sie wieder positiv. Der Caixin-PMI zur Einschätzung des Privatsektors erlebte im Dienstleistungsbereich eine herausragende Entwicklung. Im Juni wurde hier mit 58,4 (Markterwartung: 53,2) der höchste Wert seit einem Jahrzehnt erreicht. Der Virus hat ohne Zweifel Schäden verursacht, von denen sich einige Dienstleistungsbereiche erst nach einer langen Zeit wieder erholen werden. Die starke und kontinuierliche Verbesserung der zugehörigen PMI-Werte signalisiert aber eindeutig eine etwas schnellere Erholung der chinesischen Wirtschaft. In den kommenden Tagen werden die Volkswirte daher wahrscheinlich ihre chinesischen BIP-Prognosen für das 2. Quartal anheben. Gleichzeitig bleiben die allgemeinen Konjunkturaussichten aber wegen des Virus, des schwachen Arbeitsmarkts und der Handelsspannungen unsicher. Beim CNY-Wechselkurs wäre ein gewisses Aufwärtspotenzial berechtigt, das auch zu erwarten ist.

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