Rohstoffe

Brentölpreis nimmt Anlauf auf 67 USD: OPEC+ lehnt sich entspannt zurück

Energie: Brentölpreis nimmt Anlauf auf 67 USD

Nachdem das Gemeinsame Ministerielle Beobachtungskomitee (JMMC) der OPEC+ gestern empfahl, die zuletzt getroffene Vereinbarung einer schrittweisen Produktionserhöhung ab Mai beizubehalten, gab es offenbar keine Notwendigkeit für das heute vorgesehene Ministertreffen mehr, so dass dieses abgesagt wurde. Der Markt sieht wohl diese Entscheidung positiv, wobei der Brentölpreis einen erneuten Anlauf auf die nächste wichtige Marke von 67 USD je Barrel nimmt. Wir sehen allerdings durchaus ein Risiko, dass die Produktionserhöhungen der OPEC+ um über 2,1 Mio. Barrel in den kommenden drei Monaten angesichts der Einschränkungen in großen ölimportierenden Ländern wie Indien, Japan und der Türkei zu einem Angebotsüberschuss führen könnten. Doch bleibt die Stimmung am Ölmarkt ausgelassen, wobei auch eher negative API-Lagerdaten gestern die Ölpreise nicht belasten konnten. So sind laut API die Rohölbestände in den USA in der letzten Woche um 4,3 Mio. Barrel gestiegen. Der Bloomberg-Konsens rechnet bei der heutigen DOE-Veröffentlichung sogar mit einem geringfügigen Rückgang der Rohölvorräte.

CO2-Preis mit neuem Rekordhoch

Der CO2-Preis steigt im Tagestakt von einem Hoch zum nächsten und ist heute Morgen über 48 EUR je Tonne geklettert. Ausschlaggebend sind u.E. nicht unbedingt die aktuellen Konjunkturentwicklungen, sondern vor allem die Erwartungen. Nach dem Klimagipfel letzte Woche rechnet der Markt wohl mit einer noch schnelleren Drosselung der Emissionen. Die positiven Erwartungen in Bezug auf die Konjunktur in den kommenden Monaten und die allgemein optimistische Haltung der Anleger wirken ebenfalls preistreibend. In der Woche zum 16. April sind die Netto-Long-Positionen der Investmentfonds erneut um rund 2.000 Kontrakte bzw. 3% gestiegen und haben zum Höhenflug des CO2-Preises beigetragen. Seitdem dürften die Positionen noch höher liegen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD2S70LongOil Brent FutureFaktor: 6
SD3350ShortOil Brent FutureFaktor: -6
SD1XJJLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SD3YH2LongICE ECX EUA Future Faktor: 4
SD4TVPShortICE ECX EUA Future Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Renditeanstieg belastet Goldpreis, China importiert wieder mehr Gold

Der Goldpreis ist gestern Abend unter Druck geraten. Am Morgen rutscht Gold weiter bis auf 1.765 USD je Feinunze ab. Auslöser hierfür war ein kräftiger Anstieg der US-Anleiherenditen. Die 10-Jahresrendite verzeichnete gestern den stärksten Tagesanstieg seit Ende März und sprang damit wieder über die Marke von 1,6%. Einen triftigen Grund hierfür gab es nicht. Das US-Verbrauchervertrauen hellte sich zwar deutlich stärker auf als erwartet. Dies lies die Renditen aber zunächst noch kalt. Möglicherweise hat die Fed-Entscheidung heute Abend eine Rolle gespielt, wobei niemand ernsthaft davon ausgeht, dass die US-Notenbank eine Abkehr von ihrer ultra-lockeren Geldpolitik verkünden wird. Der Tonfall im Begleitkommentar und auf der anschließenden Pressekonferenz dürfte unverändert taubenhaft ausfallen. Fed-Chef Powell wird sich darum bemühen, den aktuellen Anstieg der Inflation als vorübergehend darzustellen und Spekulationen auf eine baldige Rückführung der Anleihekäufe zu zerstreuen. Somit ist es sehr gut vorstellbar, dass die Renditen heute Abend wieder nachgeben und Gold im Umkehrschluss die jüngsten Verluste wieder wettmacht. Rückenwind könnte Gold demnächst von einer Seite erhalten, die in den letzten 15 Monaten keine große Rolle spielte, nämlich die Nachfrage aus China. Daten der Statistikbehörde Hongkong zufolge importierte China im März auf Nettobasis 16,5 Tonnen Gold aus Hongkong. Das war fast viermal so viel wie im Vormonat und das höchste Importvolumen seit Dezember 2019. In den nächsten Monaten sind noch deutlich höhere Importe zu erwarten, da die chinesische Zentralbank den Geschäftsbanken entsprechende Importquoten erteilt hat. Die Rede war von 150 Tonnen im April und Mai zusammengenommen. Im gesamten letzten Jahr hatte China lediglich gut 70 Tonnen Gold aus Hongkong und der Schweiz importiert, während die Nachfrage sich laut World Gold Council auf 615 Tonnen belief. Entsprechend stark dürften die Goldbestände in China inzwischen abgeschmolzen sein, die nun mittels Importen wieder aufgefüllt werden müssen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD4V33LongGold FutureFaktor: 7
SB3T8LShortGold FutureFaktor: -7
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Industriemetalle: Die Rally legt eine Verschnaufpause ein

Der Kupferpreis ist gestern Vormittag bis knapp an die Marke von 10.000 USD je Tonne herangelaufen, hat aber im weiteren Handelsverlauf einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Heute Morgen legen Kupfer und die anderen Industriemetalle eine Verschnaufpause in ihrer Rally ein – Kupfer fällt um 1% auf 9.750 USD je Tonne. Unseres Erachtens ist es aber nur eine Frage der Zeit, bis die psychologisch wichtige 10.000er Marke überschritten wird. Kurz danach wird wohl auch das bisherige Allzeithoch von Februar 2011 fallen. Es hat den Anschein, als wollen die Marktteilnehmer auf Biegen und Brechen neue Rekorde sehen. Allerdings wird die Luft auf dem sehr hohen Preisniveau unseres Erachtens dünner. Eine (deutliche) Korrektur ist unserer Meinung nach überfällig. Aus technischer Sicht ist die Rally insbesondere bei Kupfer heiß gelaufen – der Relative-Stärke-Index war gestern im überkauften Bereich. Langfristig, das heißt auf Sicht von mehreren Jahren, gehen zwar auch wir von noch höheren Kupferpreisen aus, da Kupfer wie auch viele andere Metalle in den Dekarbonisierungsplänen zahlreicher Länder und anderen Zukunftstechnologien eine große Rolle spielen. Der Aufwärtstrend wird aber keine Einbahnstraße sein. Deutliche Preisrücksetzer sehen wir für Konsumenten als Absicherungsmöglichkeiten gegen langfristig höhere Preise.

Die International Nickel Study Group hat ihre Frühjahrstagung beendet. Wir erwarten in Kürze eine Pressemitteilung zu ihren aktualisierten Prognosen zu Angebot und Nachfrage am globalen Nickelmarkt in diesem Jahr. Heute Morgen hat der Nickelpreis erstmals seit seinem Absturz Anfang März wieder die Marke von 17.000 USD je Tonne überschritten. Zu seinem Mehrjahreshoch von Ende Februar fehlen aber noch 3.000 USD. Wir sehen Nickel als einen Profiteur der Elektromobilität – es wird stark in Batterien eingesetzt – und erwarten langfristig deutlich höhere Preise.

WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SD5RM9ShortCopper FutureFaktor: -5
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.