Rohstoffe

Blockade des Suezkanals – Ölpreise profitieren

Energie: Ölpreise profitieren von Blockade des Suezkanals

Die Ölpreise stiegen gestern um 6% und machten damit die Verluste vom Vortag nahezu vollständig wieder wett. Heute geben die Preise allerdings bereits wieder nach. Brent handelt bei 63,5 USD je Barrel, WTI bei gut 60 USD. Auftrieb erhielten die Ölpreise gestern durch die Blockade des Suezkanals durch ein auf Grund gelaufenes Containerschiff. Versuche, das Schiff zu bergen, sind bislang gescheitert. Laut eines Experten für derartige Bergungsmanöver könnte es noch bis Montag dauern, wenn der Wasserstand im Kanal durch die Flut etwas steigt und somit die Bergung ermöglicht. Angaben der Ölanalysefirma Vortexa zufolge sind derzeit 10 Öltanker mit einer Ladung von 13 Mio. Barrel Rohöl im Suezkanal blockiert. Das entspricht in etwa der Tagesproduktion von Saudi-Arabien und dem Irak, den beiden größten OPEC-Produzenten. Mit jedem Tag der Blockade kommen weitere Lieferungen hinzu, die sich stauen. Eine Umleitung der Schiffe würde laut Vortexa die Transportdauer um ca. 15 Tage verlängern und ist somit kaum eine Option. Von daher dürfte sich die Nachfrage in der Zwischenzeit auf andere Anbieter verlagern. Für europäische Raffinerien kommt insbesondere Öl aus Nordafrika und Westafrika in Frage, möglicherweise auch aus den USA. Infolge dessen ist die Brent-Terminkurve wieder in Backwardation gedreht. Spätestens mit der Bergung des Containerschiffes dürfte sich die Lage Anfang nächster Woche wieder normalisieren und der Fokus zurück auf die Nachfragerisiken richten. So erklärt sich auch der Preisrückgang heute. Die US-Lagerdaten wurden vom Markt gestern positiv aufgenommen, da die Rohölverarbeitung in der letzten Berichtswoche deutlich gestiegen ist und sich nach dem Einbruch Ende Februar inzwischen vollständig normalisiert hat. Zudem fiel die Benzinnachfrage in der letzten Berichtswoche vergleichsweise robust aus, was die Benzinvorräte auf einem niedrigen Niveau verharren ließ. Dass die Rohölbestände dennoch weiter stiegen und auch die Destillate einen kräftigen Lageraufbau verzeichneten, spielte dagegen zumindest gestern keine Rolle.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SD2TALShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD2TAMShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Seitwärtsbewegung bei Gold

Die Seitwärtsbewegung des Goldpreises um 1.730 USD je Feinunze setzt sich fort. Die Preisstabilität von Gold ist insofern erstaunlich, dass zumindest oberflächlich betrachtet die belastenden Faktoren aktuell die Oberhand haben. So sorgt die Konjunkturerholung – die sonst zurückhaltende US-Fed rechnet mit einem BIP-Wachstum von 6,5% in diesem Jahr, dem stärksten Jahreszuwachs seit 1983 – für gute Anlegerstimmung an den Aktienmärkten und steigende Anleiherenditen. Beide Umstände wirken belastend auf Gold, das als sicherer Hafen und zinslose Anlage in der Gunst der Anleger sinkt. Auch die zuletzt deutliche Aufwertung des US-Dollar wirkt preisbelastend auf Gold, das häufig eine negative Korrelation zum US-Dollar aufweist und als eine Art Anti-USD-Währung agiert. Wegen all dieser Belastungsfaktoren verzeichnen die Gold-ETFs weitere Abflüsse, so auch gestern, als deren Bestände um 7,1 Tonnen zurückgingen. Zum Vergleich, die weltweite Goldminenproduktion liegt bei ca. 9,3 Tonnen täglich. Auf der anderen Seite gibt es aktuell nicht viele augenscheinliche Gründe, die für einen Goldpreisanstieg sprechen. Auch die Inflationsrisiken scheinen aktuell keine große Beachtung mehr zu finden, was sich angesichts der dynamischen Geldmengenentwicklung und des massiven fiskalischen Impulses als zu optimistisch erweisen könnte.

Der Palladiumpreis konsolidiert nach dem starken Anstieg Mitte März um 2.600 USD je Feinunze. Die Palladium-ETFs verzeichnen seit Tagen starke Abflüsse und sind binnen einer Woche um fast 30 Tsd. Unzen bzw. 5,4% auf mittlerweile 503 Tsd. Unzen geschrumpft. Man kann diesen Rückgang aus zweierlei Gesichtspunkten erklären: Zum einen könnten die Anleger die hohen Preise zum Ausstieg genutzt haben. Zum anderen könnten die physischen Verbraucher in ihrer Not – das Angebot hat sich nach dem Wassereinbruch in zwei Minen des weltgrößten Palladiumproduzenten eingeschränkt – auf die ETF-Bestände zurückgegriffen haben. Wenn letztere Erklärung greift, dürfte sich der Preisanstieg nach der Konsolidierungsphase fortsetzen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6GLongGold FutureFaktor: 5
SB3UAAShortGold FutureFaktor: -5
SB42XBLongPalladium FutureFaktor: 5
SB3T99ShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Hohes Angebotsdefizit am Kupfermarkt im letzten Jahr

Die International Copper Study Group (ICSG) hat Anfang der Woche für Dezember den ersten Angebotsüberschuss bei Kupfer in einem Monat seit März berichtet. Dieser konnte aber nicht verhindern, dass der globale Kupfermarkt im letzten Jahr insgesamt ein hohes Angebotsdefizit von 559 Tsd. Tonnen aufwies. Dieses war noch größer als im Vorjahr (383 Tsd. Tonnen) und zugleich das höchste Defizit seit mindestens 15 Jahren. Damit wurde auch die Schätzung der ICSG von ihrer Herbsttagung im Oktober eines nur kleinen Defizits weit verfehlt. Die ICSG hatte vor allem die Nachfrage deutlich zu niedrig angesetzt. Global ist die Nachfrage im letzten Jahr um 2,2% gestiegen, was ausschließlich auf China zurückzuführen ist, wo die augenscheinliche Nachfrage um 13% zugelegt hat. In allen anderen Regionen/Ländern ist die Kupfernachfrage stark gefallen, so zum Beispiel in Japan um 15%, in der EU um 11% und in den USA um 5%. Die Kupferraffinadeproduktion ist zwar im letzten Jahr um 1,5% gestiegen, konnte die Nachfrage aber nicht befriedigen. In den einzelnen Regionen/Ländern gab es dabei höchst unterschiedliche Produktionstendenzen. Schwach zeigte sich die Sekundärproduktion, da wegen des Corona-bedingten Lockdowns und der niedrigen Kupferpreise im ersten Halbjahr weniger Kupferschrott zur Verfügung stand. Die Kupferminenproduktion war im letzten Jahr global betrachtet nahezu unverändert. Wie die anderen International Study Groups wird auch die ICSG Ende April neue Projektionen zur Marktbilanz in diesem Jahr veröffentlichen. Wir denken, dass Revisionsbedarf besteht und die ICSG ihre Schätzung wie viele andere Marktteilnehmer auch in ein weiteres Angebotsdefizit dreht. Unseres Erachtens hat der Kupferpreis in den nächsten Monaten Luft nach oben, bevor im zweiten Halbjahr eine Korrektur einsetzen sollte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongKupfer FutureFaktor: 5
SB3T94ShortKupfer FutureFaktor: -5
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