Rohstoffe

Biden-Sieg verleiht Rohstoffmärkten Flügel

Energie: Ölpreis – Augen zu und durch!

Der WTI-Ölpreis ist binnen einer Woche von 34 USD auf nun 38 USD je Barrel gestiegen. Man sollte diesen Anstieg jedoch nicht etwa auf den Sieg von Joe Biden zurückführen. Wir sind überzeugt, dass er nur dem deutlich gestiegenen Risikoappetit der Anleger und dem schwächeren US-Dollar geschuldet war. Denn die Politik der neuen Regierung dürfte eher belastend auf den Ölpreis wirken – wegen eines verstärkten Fokus auf erneuerbaren Energien und Alternativantrieben sowie einer möglichen Einigung mit dem Iran und daher höheren iranischen Ölexporten. Die negativen Rekorde in Bezug auf Covid-19 und die zahlreichen diesbezüglichen Einschränkungen weltweit sind auch kein Anlass zu Euphorie und dürften die Energieagenturen, die diese Woche ihre Monatsberichte veröffentlichen, dazu verleiten, die Nachfrageschätzungen nach unten anzupassen. Die positive Stimmung am Ölmarkt ist daher schon verwunderlich, zumal die Hiobsbotschaften nicht nur auf der Nachfrage-, sondern auch auf der Angebotsseite nicht aufhören. So ist die libysche Ölproduktion bereits auf 1 Mio. Barrel täglich gestiegen, viel früher als gedacht. Es kommt also auf die OPEC+ an, die drohende Überversorgung abzuwehren. Ob die Allianz der Herausforderung gewachsen ist und weitere Kürzungen umsetzen kann, wagen wir zu bezweifeln.

Rückenwind für eine ambitionierte Klimapolitik aus den USA

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat versprochen, in der Klimapolitik das Ruder herumzureißen. Er will dem Pariser Klima-Abkommen wieder beitreten und die USA bis 2050 klimaneutral machen. Sein Gestaltungspotenzial dürfte zwar begrenzt sein und von einer US-weiten Bepreisung von CO2 ist in seinem Wahlprogramm auch keine Rede. Eine unmittelbare Auswirkung auf den EU-Emissionshandel gibt es also nicht. Dennoch dürfte der Politikwechsel in den USA die klimapolitischen Ambitionen der EU weiter anschieben, was die zuletzt durch die Wirtschaftsschwäche stark belasteten Preise im EU-Emissionshandel unterstützen sollte.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB37KXLongICE ECX EUA FutureFaktor: 3
SB37KWShortICE ECX EUA FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold setzt Höhenflug fort

Gold steigt am Morgen auf 1.960 USD je Feinunze, den höchsten Stand seit Mitte September. Rückenwind gibt ein schwächerer US-Dollar – EUR-USD kratzt am Morgen an der Marke von 1,19. Es besteht offenbar die Hoffnung, dass sich Republikaner und Demokraten im US-Kongress doch noch auf ein Stimulierungspaket verständigen, auch wenn es nach den aggressiv geführten Wahlen derzeit wenig Anhaltspunkte dafür gibt und zudem noch die über die künftigen Mehrheitsverhältnisse im Senat entscheidenden Stichwahlen um zwei Senatssitze in Georgia anstehen. Sollte das Stimulierungspaket weiter auf sich warten lassen, würde der Druck auf die US-Notenbank steigen, in die Bresche zu springen. Fed-Chef Powell hatte letzte Woche bekräftigt, dass die Fed falls erforderlich die Geldpolitik nochmals lockern könnte und auch noch über hinreichend Munition dazu verfüge. Auch die stark steigenden Aktienmärkte geben Gold Rückenwind, da zwischen beiden seit einiger Zeit eine positive Korrelation besteht. Denn die Argumente sind derzeit für beide Anlageklassen ähnlich: mehr Stimulus, mehr Liquidität und mehr Inflation. Die US-Arbeitsmarktdaten überraschten am Freitag mit einem stärker als erwarteten Stellenaufbau und einem unerwartet kräftigen Rückgang der Arbeitslosenquote. Diese liegt mittlerweile nur noch bei 6,9%, nachdem sie im Frühjahr bis auf 14,7% gestiegen war. Damit erholt sich der Arbeitsmarkt deutlich schneller als erwartet. Die Fed rechnete bislang mit einer Arbeitslosenquote von 7,6% im vierten Quartal. An der ultralockeren Geldpolitik ändert dies allerdings nichts. Zum einen liegt die Arbeitslosenquote noch immer doppelt so hoch wie vor der Pandemie. Zum anderen will die Fed laut ihrer neuen Strategie die Geldpolitik erst dann straffen, wenn die niedrige Arbeitslosigkeit zu steigender Inflation führt. Davon sind wir noch immer weit entfernt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Biden-Sieg und gute China-Daten geben Metallpreisen Auftrieb

Die Metallpreise machen zu Beginn der neuen Handelswoche da weiter, wo sie letzte Woche aufgehört haben: sie steigen. Unterstützt durch sehr feste asiatische Aktienmärkte, die den Risikoappetit der Marktteilnehmer nach dem Wahlsieg von Joe Biden in den USA widerspiegeln, einem schwächeren US-Dollar und einem weiter aufwertenden Chinesischen Yuan überwindet Kupfer heute Morgen kurzzeitig die Marke von 7.000 USD je Tonne. Zum Mehrjahreshoch vor knapp drei Wochen fehlen nur noch wenige Dollar. Bis auf Zinn legen auch alle anderen Industriemetalle zum Handelsauftakt zu. Zink und Aluminium markieren dabei jeweils 1½-Jahreshochs. Eisenerz verteuert sich ebenfalls spürbar. Neben der guten Stimmung profitieren die Metalle von guten chinesischen Handelsdaten, die am Wochenende veröffentlicht wurden. China hat im Oktober gemäß Daten der Zollbehörde vor allem mehr Güter exportiert, was darauf hindeutet, dass sich die Wirtschaft in Ländern außerhalb Chinas erholt. Die Importe blieben zwar hinter den Erwartungen zurück, waren aber noch ziemlich robust. So hat China zum Beispiel 618 Tsd. Tonnen Kupfer importiert. Dies war zwar fast 15% weniger als im Vormonat und die geringste Menge seit Mai, aber über 40% mehr als im Vorjahr. Die Einfuhren von Kupfererz und -konzentrat lagen sowohl unter dem Vormonats- als auch unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang der Kupferimporte kann auf mehrere Gründe zurückgeführt werden: die saisonal nachfrageschwächere Zeit, die „Golden Week“ Anfang des Monats und der Anstieg der Kupferpreise. Die Eisenerzimporte lagen mit fast 107 Mio. Tonnen wie erwartet den fünften Monat in Folge über der 100 Mio. Tonnen-Marke. Hier macht sich weiterhin die extrem hohe Stahlproduktion in China bemerkbar, die auf Rekordkurs ist.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5NLongCopper FutureFaktor: 3
SB3T9GShortCopper FutureFaktor: -3
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