Währung

Belasten Rezessionsängste den Yen oder ist es nur eine Coronavirus-Korrektur?

Belasten Rezessionsängste den Yen…

Das Deflationsgespenst ist zurück in Japan. Nachdem die Mehrwertsteuererhöhung die Wirtschaft im letzten Quartal des vergangenen Jahres bereits stärker belastet hatte als erwartet, wird nun ein zweites Quartal mit Negativwachstum aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus befürchtet. Damit würde Japan technisch in eine Rezession rutschen. Die Konjunktursorgen dürften der Grund sein, weshalb die Inflationserwartungen in Japan seit Anfang des Monats gefallen sind und nun sogar im negativen Bereich liegen. Die JPY-Schwäche verwundert angesichts dieser Entwicklung. Klar, im Normalfall würde man erwarten, dass die Notenbank auf derartige Deflationsrisiken mit einer deutlichen Lockerung ihrer Geldpolitik reagieren würde. Das würde wiederum eine Abwertung der Währung rechtfertigen. Im Falle der Bank of Japan sind allerdings erhebliche Zweifel angebracht, dass sie noch gewillt bzw. in der Lage ist, ihre Geldpolitik expansiver zu gestalten. So hatten die Notenbanker auch im letzten Jahr, trotz grassierender globaler Rezessionsängste, ihre Geldpolitik im Gegensatz zu Fed und EZB nicht gelockert. Es sind allenfalls symbolische Schritte von der BoJ zu erwarten, nicht jedoch deutliche Zinssenkungen oder ein Aufstocken ihrer Anleihekäufe.

…oder ist es nur eine Coronavirus-Korrektur?

Damit drängt sich eine andere Erklärung für die JPY-Schwäche auf. Und zwar die, die auch für die Euro-Schwäche gilt: Die nicht nur niedrige, sondern seit Anfang des Monats tendenziell fallende implizite Volatilität, die Carry-Trades – d.h. Investitionen in Hoch-Zins-Währungen finanziert mit Niedrig-Zins-Währungen – attraktiv macht. Grund für die fallende Volatilität wiederum ist die abgeklungene Angst vor dem Coronavirus. So zeigt sich, dass die Performance von Carry Trades etwa Mitte-Januar, also bei Ausbruch des Virus, eingebrochen war. Logisch, denn in dieser Zeit hatte eine Flucht in sichere Häfen, was wiederum typischerweise Niedig-Zins-Währungen wie der Yen sind, eingesetzt. In den letzten Wochen hat so gesehen lediglich eine Korrektur stattgefunden. Mittlerweile wurden die Verluste wieder gänzlich aufgeholt (siehe Chart), sodass die Luft für weitere Carry-Trade-Gewinne – und damit weitere JPY-Schwäche – langsam dünn werden könnte.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XMD Long EUR/JPY Faktor: 5
CU54ZE Short EUR/JPY Faktor: -5
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Volatiler Arbeitsmarkt lastet auf AUD

In ihrer Sitzung Anfang des Monats hatte sich die Reserve Bank of Australia (RBA) noch optimistisch bezüglich ihres Wachstums- und Inflationsausblicks geäußert und damit Zinssenkungspekulationen den Wind aus den Segeln genommen. Da scheint sich jemand zu früh gefreut zu haben. Denn es stellt sich heraus, dass insbesondere die Lage am Arbeitsmarkt volatil bleibt. Die Arbeitslosenquote stieg im Januar überraschend stark an. Nun dürfte die RBA deshalb sicherlich noch nicht in Panik verfallen. Ihre Annahme ist es, dass die Arbeitslosenquote grob stabil bleibt. Sofern der Anstieg ein einmaliges Phänomen bleibt, wäre die Erwartung der RBA erfüllt. Das muss sich aber erst noch zeigen. Insofern haben die Daten die Tür zu einer Zinssenkung vorerst wieder ein gutes Stück geöffnet, sodass die AUD-Schwäche durchaus gerechtfertigt ist.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU8EL4 Call EUR/AUD Hebel: 4,7
CU92VG Put EUR/AUD Hebel: 4,9
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SEK: War die Dezember-Zinserhöhung zu voreilig?

Einen erneuten Schlag musste gestern die schwedische Krone einstecken. Die Januar-Inflationsdaten überraschten negativ: Gegenüber Vormonat gab die Teuerungsrate ohne Hypothekenzinsen (CPIF), das von der Riksbank favorisierte Inflationsmaß, um 1,5% nach. Der Vorjahresanstieg blieb mit 1,2% ebenfalls deutlich unter den Erwartungen und entfernte sich weiter vom Riksbank-Inflationsziel von 2% (siehe Chart). Die schwachen Inflationszahlen sind Salz auf den Mühlen derer, die die Zinserhöhung der Riskbank im Dezember als voreilig einstufen. Auch Riksbank Gouverneur Stefan Ingves zeigte sich Pressemitteilungen zufolge besorgt. Man werde die Daten vor der nächsten geldpolitischen Sitzung genau analysieren müssen, so Ingves, könne aber (Anmerkung: vorläufig) mit niedrigeren Inflationsdaten leben. Da ein Großteil des Inflationsrückganges auf die Energiepriese zurückzuführen ist, sind Forderungen nach einer Rücknahme des Dezember-Zinsschrittes unseres Erachtens übertrieben. Doch die Schwedenkrone wird es weiter schwer haben, zum allgemeinen Risk-off kommen jetzt auch noch Spekulationen über eine erneute Zinswende.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKN Typ Basiswert Merkmale
CU91AJ Call EUR/SEK Hebel: 4,9
CU97W9 Put EUR/SEK Hebel: 4,4
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CNY: Zinssenkungen der PBoC

Die chinesische Zentralbank (PBoC) senkte heute Morgen ihre einjährige Loan Prime Rate, den Leitzins für Unternehmenskredite, um 10 Bp. auf 4,05%. Hierbei handelt es sich um eine weitere Anstrengung, der angeschlagenen Wirtschaft unter die Arme zu greifen. Die Zinsen für die fünfjährigen Laufzeiten wurden ebenfalls um 5 Bp. gesenkt. Die PBoC deutete auch an, dass sich kurzfristige Konjunkturrisiken abzeichnen, weil der Virusausbruch den Konsum belastet und den Produktionsbeginn der Unternehmen nach den Feiertagen verzögert hat. Der Virusausbruch führte auch zu einer Angebotsknappheit und generierte Aufwärtsdruck auf die Verbraucherpreisinflation. Dies deutet an, dass eine rasche Wiederaufnahme der Produktion entscheidend ist, um ein erneutes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage herzustellen. Alles in allem dürfte die Geldpolitik weiter gelockert werden, was einen Abwärtsdruck auf den Renminbi impliziert. USD-CNY blieb diese Woche beständig über der Marke von 7,00. Angesichts der Konjunkturschwäche und der tendenziell lockeren Geldpolitik sehen wir weiteres Aufwärtspotenzial.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU91AP Call USD/CNH Hebel: 5,4
CU9BQK Put USD/CNH Hebel: 6,0
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