Währung

Bank of England wartet weiteres Brexit-Geschehen ab

USD – Markt dürfte über kurz oder lang den Fokus verschieben

Dass von der Fed bis zum Jahresende nichts mehr kommt, ist eingepreist. Allerdings sieht der Markt noch eine Chance für eine weitere Zinssenkung seitens der Fed im kommenden Jahr. Schließlich hielt sich Fed Chair Jerome Powell auf der letzten FOMC-Sitzung Ende Oktober die Tür für weitere Zinssenkungen offen, denn die Unsicherheiten bleiben bestehen, so Powell, obwohl mit der Aussicht auf ein erstes Abkommen zwischen den USA und China der Risikofaktor “Handelskonflikt” zuletzt abgenommen hat. Salopp gesagt ist die Fed jetzt vorsichtig neutral, was im Kern auch den gestrigen Aussagen von John Williams (NY Fed) und Charles Evans (Chicago Fed) zu entnehmen war. Zinssenkungen sind aber immer noch wahrscheinlicher als Zinserhöhungen, für die laut Powell ein deutlicher Anstieg der Inflation notwendig wäre, bevor die Fed überhaupt darüber nachdenkt, den Leitzins anzuheben.

Zwar dominiert derzeit immer noch die Unsicherheit rund um den Handelskonflikt das Geschehen im USD – jetzt soll nach neusten Berichten das Phase 1-Abkommen zwischen den USA und China angeblich erst im Dezember unterzeichnet werden (siehe unten). Aber sollte diese Unsicherheit mit einem Deal, selbst wenn er erst kurz vor Jahresende unterzeichnet werden sollte, weiter abnehmen, muss der Markt zukünftig verstärkt auf die Konjunktur- und Preisdaten achten, um die weitere Gangart der Fed zu beurteilen, denn mit den präventiven Zinssenkungen ist es jetzt vorbei. Außerdem wird der Markt die Aussagen der verschiedenen FOMC-Mitglieder zukünftig noch genauer darauf abklopfen, in welche Richtung sie tendieren, um seine Zinserwartungen entsprechend anpassen zu können. Ich gehe deshalb davon aus, dass über kurz oder lang der Dollar wieder stärker auf Datenveröffentlichungen und auf Reden von Powell, Bullard & Co. reagieren wird, anstatt nur auf das Thema Handelskonflikt zu starren.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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GBP – Bank of England wartet weiteres Brexit-Geschehen ab

Nicht nur Mario Draghi tritt von der Bühne. Sein Kollege Mark Carney von der Bank of England (BoE) wird heute aller Voraussicht nach seinen letzten Inflationsbericht abgeben. Er dürfte aufatmen, denn er wird mit dem Brexit-Prozess nichts mehr zu tun haben. Schließlich endet seine Amtszeit am 31. Januar 2020. Sofern bis dahin ein Nachfolger gefunden wird. Andernfalls dürfte er zum dritten Mal um eine Verlängerung seiner Amtszeit gebeten werden, und er müsste sich möglicherweise doch noch einmal mit dem Thema beschäftigen. Aktuell gibt es aber sowieso keinen Grund für eine Änderung der Geldpolitik. Schließlich ist der Brexit nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Ein harter Brexit Ende Januar ist trotz der Neuwahlen im Dezember immer noch möglich. Insofern wird die BoE sowieso nicht ihr Pulver verschießen wollen. Zumal die Wirtschaft, abgesehen von einer leichten Abschwächung, keine Anzeichen eines Einbruchs zeigt, wie die Q3 BIP-Daten nächste Woche unterstreichen dürften, und die Inflation mit 1,7% (Gesamt- und Kernrate) nur knapp unter dem Inflationsziel liegt. Die BoE-Sitzung dürfte heute deshalb ein Non-Event sein, so dass das Pfund in seiner aktuellen Spanne bleiben dürfte. Wichtiger für das Pfund wird in den nächsten Wochen der Wahlkampf sein, der gestern offiziell begann. Zeichnet sich in den Umfragen ein Sieg der Tories und/oder ein starkes Ergebnis für die Brexit-Partei ab, steigt wieder das Risiko eines No-Deal Brexit. Denn das Abkommen mit der EU ist noch nicht verabschiedet, was bis zum 31. Januar aber der Fall sein muss, um einen No-Deal zu verhindern. Verzögern die Tories eine Abstimmung oder votieren gegen das Abkommen, kann ein harter Brexit durchaus Realität werden. Zumal Boris Johnson weiterhin zu seiner Aussage steht, dass er den Austritt durchziehen wird, „komme was wolle“. Die Geisterbahnfahrt ist für das Pfund also noch nicht vorbei.

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CNY – (Kein) Deal im November?

China hat seinen Preis genannt, die USA scheinen ihn im Moment aber nicht zahlen zu wollen. Jüngsten Meldungen zufolge könnte sich das „Phase-1“-Abkommen nun bis in den Dezember verzögern. Bis dahin könnte sich ein anderes Land als die USA und China bereit erklären, den Gipfel zwischen Trump und Xi zu veranstalten, falls es denn zu diesem kommen sollte. Die Nachrichtenlage diesbezüglich ist gemischt. So zitierten die Medien einige amerikanische Offizielle, die sagten, dass das Weiße Haus noch immer eine Unterzeichnung des Handelsabkommens am 16. November anstrebe, dem Datum, an dem der inzwischen abgesagte APEC-Gipfel stattgefunden hätte. Derweil wurde heute Morgen bekanntgegeben, dass Präsident Xi vom 10. bis 15. November Griechenland besuchen und am BRIC-Gipfel in Brasilien teilnehmen wird. Es könnte also sein, dass er keine Zeit haben wird, um in der nächsten Woche ein Handelsabkommen zu unterzeichnen. Insgesamt gibt es rund um das Handelsabkommen nach wie vor viele Unsicherheiten. Der Markt dürfte enttäuscht reagieren, wobei dieses „Hin und Her“ eigentlich nicht allzu überraschend sein sollte. Es zeigt vielmehr, wie schwierig die Beziehung zwischen den USA und China ist.

Die chinesische Zentralbank setzte den USD-CNY-Referenzkurs heute Morgen bei 7,0008 an, was sehr dicht an den Markterwartungen lag. Dies deutet an, dass die chinesische Zentralbank bezogen auf die Währung aktuell recht entspannt ist.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
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CJ6WTF Call USD/CNH Hebel: 6,0
CJ9J54 Put USD/CNH Hebel: 6,2
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