Rohstoffe

Ausgelassene Stimmung an den Rohstoffmärkten

Energie: Volatiler Seitwärtsverlauf beim Ölpreis

Die Lagerdaten des US-Energieministeriums, von denen man nach der Meldung des API am Vortag Preisunterstützung erwartet hatte, fielen gestern eher gemischt bis negativ aus. Vor allem sind die Benzinbestände in den USA unerwartet um 1,2 Mio. Barrel gestiegen, wobei die Benzinnachfrage unter 8,6 Mio. Barrel täglich bzw. 10-15% unter dem Niveau der letzten Jahre stagnierte. Dies dürfte erneut Nachfragesorgen schüren. Die Rohölvorräte sind zwar um 7,2 Mio. Barrel gefallen, der stärkste Rückgang in diesem Jahr. Dies war aber wohl einem starken Rückgang der Importe geschuldet, die in der letzten Woche unter 6 Mio. Barrel täglich gefallen sind. Auch bleiben die Rohölvorräte mit insgesamt 533,5 Mio. Barrel sehr hoch. Insbesondere sind sie an der US-Golfküste, wo sich die meisten Raffinerien und Verladeterminals befinden, seit Jahresbeginn um fast 84,7 Mio. Barrel bzw. knapp 40% gestiegen und befinden sich mit 304 Mio. Barrel nahe dem Rekordhoch. Stützende wie belastende Faktoren gleichen sich am Ölmarkt derzeit aus, wobei die Ölpreise jeweils um 40 USD je Barrel verharren. Wir sehen aktuell eher Risiken nach unten, weil sich die Nachfrage nicht ganz so dynamisch wie erhofft erholen und die Nicht-OPEC-Produktion nun wieder steigen dürfte.

Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB9B7QCallOil Brent FutureHebel: 4,9
SB9AGUPutOil Brent FutureHebel: 5,5
SB9BCGCallOil WTI Light FutureHebel: 4,7
CL7MRVPutOil WTI Light FutureHebel: 5,1
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gewinnmitnahmen bei Gold, Silber ist mitgefangen

Nachdem Gold gestern Vormittag bis auf knapp 1.790 USD je Feinunze gestiegen war, setzten später Gewinnmitnahmen ein, so dass der Preis den Handel rund 20 USD unter seinem Hoch beendete. Ein Preisrücksetzer hatte sich angebahnt, da der Anstieg zuvor fast ausschließlich auf die starke Investmentnachfrage zurückzuführen war. Gemäß den ADP-Arbeitsmarktdaten wurden in den USA im Juni zwar knapp 2,4 Mio. neue Stellen geschaffen, weniger als erwartet. Allerdings wurde der Vormonat um 5,8 Mio. nach oben revidiert. Der US-Arbeitsmarkt scheint also in einer besseren Verfassung zu sein als befürchtet. Heute wird der offizielle US-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht. Ebenfalls preisbelastend wirkte sich der ISM-Index aus, der im Juni stärker als erwartet gestiegen ist und eine Erholung der US-Wirtschaft andeutet.

Im Fahrwasser von Gold wurde auch Silber zuletzt mit nach oben gezogen. Es ist gestern zeitweise auf 18,4 USD je Feinunze gestiegen, den höchsten Stand seit Ende Februar. Später geriet Silber allerdings im Einklang mit Gold unter Druck. Am Ende des Tages hat es gegenüber Gold sogar Boden verloren: Das Gold/Silber-Verhältnis ist wieder auf knapp 99 gestiegen. Dennoch erfreut sich auch Silber großer Beliebtheit unter den Investoren. Die von Bloomberg erfassten Silber-ETFs verzeichneten im zweiten Quartal Zuflüsse von fast 4.150 Tonnen bzw. über 20%. Dies entspricht in etwa zwei Monate der weltweiten Silberminenproduktion. Daneben haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Long-Positionen zuletzt auf den höchsten Stand seit fast vier Monaten ausgeweitet. Preislich betrachtet hat sich Silber im letzten Quartal zwar klar besser entwickelt als Gold, allerdings war Silber zuvor auch wesentlich stärker gefallen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CU0E6VLongGold FutureFaktor: 5
CU3THAShortGold FutureFaktor: -5
CJ7RL4LongSilver Future Faktor: 5
CJ7RLVShortSilver Future Faktor: -5
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Industriemetalle: Noch keine neuen US-Importzölle auf kanadisches Aluminium

Gestern ist das neue nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA in Kraft getreten, das auf Drängen der US-Regierung zwischen den USA, Kanada und Mexiko aufgelegt wurde. Es ersetzt das bisherige NAFTA-Abkommen. Letzte Woche hatte die US-Administration Medienberichten zufolge Kanada gedroht, ab dem 1. Juli wieder Importzölle auf Aluminium in Höhe von 10% einzuführen, sollte Kanada keine Exportrestriktionen umsetzen. Der US-Handelsbeauftrage Lighthizer hatte sich zuvor besorgt über die US-Aluminiumproduzenten geäußert und einen starken Anstieg der Metallimporte aus den Nachbarländern kritisiert. Bislang haben jedoch weder Kanada Exportrestriktionen noch die USA Importzölle eingeführt. Ironischerweise wurden Letztere deutlich von der Aluminum Association of the U.S. kritisiert. Dieser Verband repräsentiert zahlreiche in den USA tätige Aluminiumproduzenten und Aluminiumteilehersteller und setzt sich für einen freien Handel in Nordamerika ein. Demnach sind die Aluminiumverarbeiter in den USA auf eine voll integrierte Lieferkette in Nordamerika angewiesen. Der Verband sieht das wahre Problem in China und bei dessen Überkapazitäten, die subventioniert werden. Chinesisches Aluminium unterliegt in den USA einem Einfuhrzoll. Die USA importieren gemäß Daten des World Bureau of Metal Statistics so gut wie kein Aluminium mehr aus China, während Kanada der mit Abstand größte Lieferant ist (rund 60% Anteil). Wegen des langjährigen Niedergangs der US-Aluminiumindustrie sind die USA hochgradig auf Importe angewiesen: Die heimische Produktion deckt nicht mal ein Viertel der inländischen Nachfrage. Die USA würden sich daher mit Importzöllen auf kanadisches Aluminium unseres Erachtens ins eigene Knie schießen.

Energie: CO2-Preis in luftiger Höhe

Neues Jahreshoch im EU-Emissionshandel: Gestern kletterte der Preis zur Emission einer Tonne CO2 auf über 28 EUR und damit den höchsten Stand seit August 2019. Doch der wohl stark spekulativ getriebenen Rally dürfte schon bald die Luft ausgehen: Der langfristige politische Aufwind bleibt zwar, aber kurzfristig geben die markttechnischen Faktoren in diesen luftigen Höhen kaum noch Rückenwind. Und fundamental fehlt schon lange Unterstützung: Schließlich bremst nicht nur die schwache Konjunktur, sondern vor allem die schon länger stark rückläufige Kohlekraft den Bedarf an Emissionsrechten: Laut vorläufiger Daten der Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E lag die Produktion von Kohlestrom in Europa im Juni rund 20% unter Vorjahr.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB1Y3JCallICE ECX EUA Future Hebel: 5,6
CJ8CS9PutICE ECX EUA Future Hebel: 6,5
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