Rohstoffe

Auf den Rohstoffmärkten bleibt die Stimmung ausgelassen

Energie: IEA sieht stärkere Ölnachfrage

Der Anstieg der Ölpreise setzte sich auch gestern fort. Brent stieg in der Spitze bis auf 85 USD je Barrel, WTI auf 83 USD je Barrel. Innerhalb von zwei Handelstagen hat sich Rohöl damit um rund 4 USD verteuert. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus auf 10%. Wichtigster Treiber sind externe Faktoren wie die allgemein positive Marktstimmung wegen nachlassender Omikron-Sorgen und der Erwartung einer weiterhin dynamischen Konjunkturentwicklung, was sich in einer positiveren Einschätzung für die Ölnachfrage widerspiegelt. Der Chef der Internationalen Energieagentur Birol äußerte sich gestern entsprechend optimistisch. Die Nachfragedynamik sei demnach stärker als von vielen Marktbeobachtern gedacht, da die Erwartungen hinsichtlich Omikron milder sind. Das könnte auf eine Aufwärtsrevision der Nachfrageprognose durch die IEA in ihrem Monatsbericht in der nächsten Woche hindeuten. Im Monatsbericht vor einem Monat hatte die IEA ihre Nachfrageprognose für das laufende Quartal noch um 600 Tausend Barrel pro Tag gesenkt. Eine stärkere Nachfrage würde einen geringeren impliziten Angebotsüberschuss zur Folge haben, sofern sich die Einschätzung zum Angebot nicht ändert. Das scheinen auch die Terminkurven zu signalisieren, da sich die Backwardation zuletzt weiter verstärkt hat. Neben den Aussagen des IEA-Chefs sorgten gestern auch die Lagerdaten des US-Energieministeriums für weiteren Preisauftrieb. Diese zeigten einen unerwartet kräftigen Rückgang der US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche um 4,5 Millionen Barrel. In den letzten sieben Wochen wurden die Rohölvorräte um gut 20 Millionen Barrel abgebaut, womit sie sich auf dem niedrigsten Niveau seit Oktober 2018 befinden. Dem stand allerdings ein erneut kräftiger Anstieg der Benzinlagerbestände um 8 Millionen Barrel gegenüber, womit die Benzinvorräte innerhalb von zwei Wochen um rund 18 Millionen Barrel gestiegen sind. Grund hierfür ist ein Einbruch der Benzinnachfrage auf weniger als 8 Millionen Barrel pro Tag. Niedriger war sie zuletzt während des Kälteeinbruchs im Februar 2021. Dies lässt gewisse Zweifel an der optimistischen Aussage des IEA-Chefs zur Nachfrageentwicklung aufkommen. Eine Rolle spielt dies im aktuellen Marktumfeld allerdings nicht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Goldpreis steigt nach US-Inflationsdaten

Der Goldpreis ist gestern auf 1.825 USD je Feinunze gestiegen und hält sich heute Morgen auf diesem Niveau. Zum Preisanstieg hat wohl maßgeblich der US-Dollar beigetragen, der nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten spürbar abgewertet hat. Die Teuerungsrate ist im Dezember wie erwartet auf 7% gestiegen, der höchste Wert seit fast 40 Jahren. Gegenüber Vormonat stand ein Plus von 0,5% zu Buche. Der Blick auf die Details zeigt weiterhin einen relativ breiten Inflationsdruck. Unsere Volkswirte erwarten, dass die Inflationsrate in den nächsten Monaten noch geringfügig weiter steigt. Ab dem Frühjahr sollte sie dann sinken, auch weil die preistreibenden Lieferengpässe tendenziell nachlassen dürften. Die gestrigen Daten haben die Erwartung der Marktteilnehmer nicht groß verändert: Gemessen an den Fed Fund Futures sind Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed von insgesamt fast 100 Basispunkten in diesem Jahr eingepreist. Die Marktteilnehmer erwarten nicht, dass die Fed noch falkenhafter agiert, also die Zinsen noch schneller oder stärker anhebt. Die erste Zinserhöhung dürfte im März erfolgen. Auch scheint der Markt auf lange Sicht weiterhin von negativen Realzinsen in den USA auszugehen, das heißt, dass die Zinsen unter der Inflationsrate bleiben. Dies alles hat den US-Dollar belastet und den Goldpreis unterstützt. Gegenwind könnte Gold in den nächsten Monaten allerdings von einer geringeren Goldnachfrage in Indien, dem zweitgrößten Goldkonsumenten hinter China, erhalten. Denn wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus im Land werden viele Hochzeiten abgesagt. In Indien wird zu Hochzeiten traditionell viel Gold verschenkt. Ein Verband von Schmuckhändlern erwartet daher eine eher verhaltene Goldnachfrage im laufenden Quartal, die aber auf ein starkes zweites Halbjahr 2021 folgt. Im nächsten Quartal soll die Goldnachfrage dann wieder anziehen. Der World Gold Council veröffentlicht Ende des Monats Daten zur Goldnachfrage im letzten Jahr.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDQLongGold Future Faktor: 2
SF5DDJShortGold Future Faktor: -2
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Industriemetalle: Starke Preisanstiege, Kupfer erstmals seit Oktober über 10.000 USD

Der Kupferpreis ist gestern um 3,5% gestiegen und hat erstmals seit letztem Oktober die psychologisch wichtige Marke von 10.000 USD je Tonne überschritten. Gleich mehrere Faktoren haben dem Preis Auftrieb gegeben: Zum einen die positive Stimmung an den Finanzmärkten nach den Äußerungen von Fed-Chef Powell am Dienstag. Zum zweiten die Erwartung, dass die Elektromobilität zukünftig eine hohe Nachfrage nach Kupfer generiert und dadurch der Kupfermarkt nicht ausreichend versorgt ist. Diese Erwartung wurde von den starken Verkäufen von Elektroautos in China befeuert, die gestern Morgen veröffentlicht wurden. Und schließlich gab es eine Nachricht aus Kanada, wo die größte Kupfer-Tagebaumine des Landes ab Sonntag bestreikt werden könnte, sollte es in den Schlichtungsgesprächen über einen neuen Tarifvertrag bis dahin keine Fortschritte geben. Angaben des Minenbetreibers zufolge hat die Mine im letzten Jahr rund 130 Tausend Tonnen Kupfer produziert. Nickel hat seinen Preisanstieg gestern fortgesetzt und ist zeitweise über 22.700 USD je Tonne gestiegen, den höchsten Stand seit August 2011. Hierzu hat eine Meldung aus Indonesien beigetragen, wonach die Regierung erwägt, eine Exportsteuer auf Nickelroheisen und Ferronickel zu erheben. Sie könnte noch in diesem Jahr eingeführt werden und würde ab einem noch festzusetzenden Preisniveau greifen. Sie soll umso höher sein, je höher der Nickelpreis ist. Damit will die Regierung laut eigenen Angaben erreichen, dass die Reserven länger halten. Vor allem sollen aber wohl weniger Rohmaterialien, sondern mehr verarbeitete also höherwertig Produkte exportiert werden, was den weiteren Aufbau von Verarbeitungskapazitäten im Land erfordert. Indonesien ist der weltgrößte Nickelminenproduzent. Sollte dort das Angebot eingeschränkt werden, hätte dies gravierende Auswirkungen auf die Versorgungslage am globalen Nickelmarkt. Aluminium ist im Zuge der guten Stimmung und getrieben von Angebotssorgen erstmals seit Oktober vorübergehend über die Marke von 3.000 USD je Tonne gestiegen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper Future Faktor: 5
SH0ETJShortCopper Future Faktor: -5
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Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!