Währung

Auch am Devisenmarkt gibt es Angst vor einer zweiten Welle

Die Angst vor der zweiten Corona-Welle
Wir lesen gerade viel von der Angst vor einer zweiten Corona-Welle. Neue Lockdowns in China, Neuinfektions-Raten in einigen Teilen der USA (die schon wieder nach exponentiellen Verläufen aussehen) und die Lässigkeit, mit der hier in Deutschland die Menschen in Parks wieder dicht an dicht in der Sonne liegen, legen das nahe.

Dabei halte ich die Überschrift “zweite Welle” für zumindest nicht ganz richtig. Klar, neue Bilder von überfüllten Krankenhaus-Fluren und Leichensäcken würden zwangsläufig neue Lockdowns mit sich bringen – diesmal wahrscheinlich sogar härter und länger andauernd als im Frühjahr. Das dürfte unabhängig davon sein, ob die Politik hier oder dort auf “harter Hund” macht und momentan so tut, als gäb’s selbst unter solchen Umständen keine neuen Lockdowns. Das wird keine Regierung durchhalten. Nicht in autoritären Regimen und erst recht nicht in westlichen Demokratien.

Aber selbst, wenn’s nicht zu einer “zweiten Welle” kommt, machen doch wieder steigende Infektionszahlen klar, dass es vielleicht sehr langfristig nicht (zumindest nicht dauerhaft) wieder “normal” wird, dass also der dauerhafte Effekt von Corona auf die Wirtschaftstätigkeit nicht nur darin besteht, dass wir uns an Home Office und Harz-Urlaub gewöhnt haben, sondern auch, dass wir dauerhaft anders konsumieren müssen, wenn wir eine “zweite Welle” vermeiden wollen. Der dauerhafte Corona-Effekt wäre somit größer als bislang angenommen.

Da all das noch unklar ist, kann der Devisenmart nicht wirklich die Risk-On-Bewegung von Ende Mai / Anfang Juni fortsetzen. Das ginge erst, wenn die Angst vor der zweiten Welle deutlich nachließe. Das wird aber nicht so schnell gehen, die beim ersten Mal. Schließlich wird der eine oder andere Marktteilnehmer sein Verhalten in dieser Phase retrospektiv als Fehler beurteilen. Und Fehler macht keiner gerne zweimal.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ1YCQCallEUR/USDHebel: 5,7
CJ4U2HPutEUR/USDHebel: 5,6
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Norges Bank: Schon zu optimistisch?
Die norwegische Wirtschaft hat sich im letzten Monat deutlich besser entwickelt als erwartet. Auch die Inflation ist trotz der niedrigeren Energiepreise nicht gefallen. All das musste auch die Norges Bank in ihrer Sitzung gestern anerkennen, woraufhin sie auch überraschenderweise ihre Zinsprognosen nach oben revidierte. Sie weist zwar weiter darauf hin, dass die Zinsen noch lange Zeit nahe Null bleiben werden. Doch mittlerweile sieht sie eine Chance, dass sich die Wirtschaft bis Ende 2022 normalisiert haben wird und die Zinsen dann steigen könnten. Die NOK konnte nicht lange von dieser falkenhaften Wendung profitieren. Sie wurde stattdessen von der Risk-Off Stimmung am Markt übermannt und wertete im Laufe des Tages wieder ab. Grundsätzlich war der Schritt dennoch positiv für die NOK – wenn man die Prognosen der norwegischen Währungshüter für realistisch hält. Es ist schön und gut, dass sich die Wirtschaft besser entwickelt als erwartet. Zum einen ist dies aber nicht nur auf Norwegen beschränkt. Und zum anderen heißt das noch lange nicht, dass die Wirtschaft, wie von der Norges Bank nun erwartet, bis Ende 2022 auf ihren Vorkrisen-BIP-Pfad zurückkehrt – etwas, was sie für ihre Haupthandelspartner im Übrigen nicht erwartet. Meiner Ansicht nach ist anhaltende Skepsis gegenüber der NOK durchaus gerechtfertigt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKNTypBasiswertMerkmale
CJ4VMGCallEUR/NOKHebel: 6,1
CL7FGPPutEUR/NOKHebel: 6,4
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Das Pfund nach der BoE-Entscheidung
Das Pfund hat nach der Entscheidung der Bank of England (BoE) gestern ordentlich einen auf die Mütze bekommen (auch wenn die allererste Reaktion das nicht gleich zeigte). Dabei könnte man der Entscheidung durchaus GBP-positive Aspekte abringen: Das QE-Volumen wurde nicht mehr als unbedingt nötig ausgeweitet; und von Negativzinsen ist weiterhin nicht die Rede. Nur heißt eine relativ wenig aggressive BoE halt auch: Die Abfederung realwirtschaftlicher Ungemach durch die Geldpolitik wirkt im Vereinigten Königreich nicht so stark, wie vielleicht der eine oder andere gehofft haben mag. Für das Ungemach, das potenziell noch droht (Brexit!) ist das keine gute Nachricht. Das Pfund bleibt somit hochsensitiv gegenüber Risk-Off-Stimmung: Wer die britische Währung hält, muss gute Nerven haben. Die haben bei Risk-Off aber nur wenige.

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CJ4VF0CallEUR/GBPHebel: 6,5
CJ6AYJPutEUR/GBPHebel: 5,4
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CNY: Hoher Carry
Führende chinesische Entscheidungsträger hielten gestern auf dem Lujiazui-Forum Reden und deuteten zurückhaltende sowie gezielte geldpolitische Impulse an. Finanzielle Stabilität und eine gezielte Lockerung bleiben im Moment die Hauptthemen, obwohl die Wirtschaft noch immer stark unter Druck steht. Dies impliziert, dass die Wahrscheinlichkeit einer starken Wachstumserholung gering ist. Der Zinsmarkt ist über die fehlenden aggressiven Lockerungsankündigungen enttäuscht und die Renditen zehnjähriger Benchmark-Anleihen sind auf den Stand vor der Epidemie zurückgekehrt. Für den CNY muss dies aber keine schlechte Nachricht sein, da höhere Zinsen bedeuten, dass es teurer wird, CNY-Short-Positionen zu halten. Gleichzeitig wird der Renminbi bei einer Betrachtung der Zinsdifferenzen leicht unterstützt.

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CJ6WTFCallUSD/CNHHebel: 7,0
CU9BQKPutUSD/CNHHebel: 6,9
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