Marktüberblick

Dow nähert sich der 200-Tage-Linie an

Der deutsche Aktienmarkt stand am Donnerstag unter deutlichem Abgabedruck. Als Belastungsfaktoren fungierten der anhaltende Handelskonflikt sowie eine Gewinnwarnung von Daimler. Der DAX verabschiedete sich 1,44 Prozent schwächer auf einem 2-Monats-Tief bei 12.512 Punkten aus dem Handel. MDAX und TecDAX verloren 1,03 Prozent und 1,13 Prozent. Unter den 110 größten Werten gab es 14 Gewinner (13%) und 92 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte klar mit 95 Prozent. Das Volumen im DAX lag bei 114,6 Millionen Aktien (Vortag: 92,4) im Wert von 5,02 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,94). Alle Sektoren mussten Verluste hinnehmen. Am deutlichsten abwärts tendierten Automobilwerte (-3,51%), Technologietitel (-2,56%) und Banken (-2,34%). Ohne Nachrichten verbesserte sich Fresenius SE als stärkster DAX-Wert um 0,81 Prozent. Linde und adidas legten um 0,80 respektive 0,79 Prozent vor. Beiersdorf verlor als schwächster Wert 5,60 Prozent. Das Papier litt unter der Meldung, dass der CEO Stefan Heidenreich Ende 2019 den Konzern verlassen wird. Daimler büßte nach der am Vorabend veröffentlichten Gewinnwarnung 4,31 Prozent ein. Volkswagen notierte 3,10 Prozent tiefer.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial den achten Tag in Folge schwächer. Er gab um diesmal 0,79 Prozent auf 24.462 Punkte nach und nähert sich damit erneut der 200-Tage-Linie bei aktuell 24.254 Punkten an. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,86 Prozent auf 7.217 Zähler. 66 Prozent der Werte an der NYSE endeten im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen betrug 68 Prozent. Es gab 83 neue 52-Wochen-Hochs und 82 neue Tiefs. Bei den Sektorenindizes lagen Immobilienwerte vor Versorgern. Die deutlichsten Abschläge verbuchten Energiewerte und Industrietitel.

Am Devisenmarkt stand der US-Dollar nach schwachen Konjunkturdaten unter Druck. Der Dollar-Index verlor bis zum Ende des New Yorker Handels 0,23 Prozent auf 94,83 Punkte. In der Spitze hatte er im Tagesverlauf ein neues 11-Monats-Hoch markiert. EUR/USD stieg um 0,31 Prozent auf 1,1607 USD. Das Pfund Sterling konnte nach der Zinsentscheidung der Bank of England gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. Zwar hatte die Notenbank den Leitzins noch unverändert bei 0,50 Prozent gelassen. Doch wechselte der Chefvolkswirt Andy Haldane in das Lager der Falken und sprach sich mit Blick auf Sorgen über steigenden Lohndruck für eine Anhebung aus.

Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,65 Prozent tiefer bei 460,73 Punkten. Brent-Öl sackte um 2,21 Prozent auf 73,09 USD ab. Der Preis für US-Erdgas stieg nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten um 0,64 Prozent auf 2,98 USD. Comex-Kupfer fiel um 0,39 Prozent auf 3,03 USD. Gold handelte 0,42 Prozent schwächer bei 1.269 USD (1.092 EUR). Silber, Platin und Palladium verloren zwischen 0,02 und 1,15 Prozent.

Am Rentenmarkt sank die am Vormittag festgestellte Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf 0,20 Prozent. Im Verlauf des Nachmittags sorgte eine steigende Risikoaversion für deutlichere Nachfrage nach Staatsanleihen, was die Renditen entsprechend unter Druck brachte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete fünf Basispunkte tiefer bei 0,33 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,56 Prozent höher bei 162,22 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um drei Basispunkte auf 2,90 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend von der schwachen Seite, konnten sich jedoch zumeist im Handelsverlauf von den Tagestiefs absetzen. Der MSCI Asia Pacific Index fiel zuletzt um 0,17 Prozent auf 168,73 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Dezember 2017. Besonders unter Druck stand der Nikkei 225. Moderate Zugewinne zeigten der Shanghai Composite sowie der Kospi.

Heute stehen von der Makroseite die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone im Zentrum des Interesses. Die Akteure auf dem Ölmarkt haben das Treffen von OPEC Plus in Wien aufgrund einer möglichen Anhebung der Produktionsquote im Blick. Die Pressekonferenz mit der Bekanntgabe des Ergebnisses wird für 13 Uhr erwartet. Unternehmensseitig liefert die Hornbach Holding vor Börsenstart das Ergebnis zum ersten Geschäftsquartal.

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