Rohstoffe

Anti-OPEC-Gesetz in den USA?

Energie: OPEC+ zeigt sich unnachgiebig, Anti-OPEC-Gesetz in den USA?

Der Brentölpreis stieg gestern zunächst auf 114 USD je Barrel, gab die Gewinne aber größtenteils wieder ab und ging bei rund 111 USD aus dem Handel. Der zwischenzeitliche Preisanstieg war auf die Nachricht zurückzuführen, wonach die USA ihre strategischen Ölreserven ab Herbst wieder auffüllen wollen. Der Ausverkauf an den Aktienmärkten setzte im Anschluss daran auch die Ölpreise unter Druck. Die OPEC+ hat gestern nach abermals nur kurzen Beratungen eine Anhebung der Produktionsmenge im Juni um weitere 432 Tsd. Barrel pro Tag beschlossen. Die OPEC+ hatte zuvor schon deutlich gemacht, dass sie für die durch die Russland-Sanktionen verursachten Angebotsausfälle nicht verantwortlich gemacht werden kann. Allerdings ist bereits jetzt klar, dass die Produktionsausweitung deutlich geringer ausfallen wird. So ist für Russland eine Anhebung der Produktionsmenge um 114 Tsd. auf 10,663 Mio. Barrel pro Tag vorgesehen. Die russische Rohölproduktion liegt aber schon jetzt bei weniger als 10 Mio. Barrel pro Tag und dürfte in den kommenden Monaten wegen der Sanktionen weiter fallen. Zudem haben auch viele OPEC-Länder Probleme, ihre Ölproduktion zu steigern. Laut einer Bloomberg-Umfrage stieg die tägliche Ölproduktion der zehn an die Förderquoten gebundenen Länder (OPEC-10) im April um 180 Tsd. Barrel, laut einer Reuters-Umfrage um 200 Tsd. Barrel. Vorgesehen war eine Ausweitung um 254 Tsd. Barrel pro Tag. Die tagesdurchschnittliche Produktionsmenge der OPEC-10 lag im April laut Bloomberg bereits 765 Tsd. Barrel unter dem vereinbarten Niveau, laut Reuters sogar 875 Tsd. Barrel darunter. Der OPEC könnte weiteres Ungemach drohen: Gestern hat ein US-Senatsausschuss einen Gesetzentwurf gebilligt, der es dem US-Justizminister erlauben würde, die OPEC wegen illegaler Preisabsprachen vor einem Bundesgericht zu verklagen. Damit dieser Entwurf zum Gesetz wird, müssten der Senat und das Repräsentantenhaus zustimmen und der Präsident ihn danach unterzeichnen. Bislang galt dies als unwahrscheinlich. Die rekordhohe Inflation und die im Herbst anstehenden Kongresswahlen erhöhen aber die Wahrscheinlichkeit einer Ratifizierung.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5MLongOil Brent FutureFaktor: 3
SH2HFPShortOil Brent FutureFaktor: -3
SD2S7RLongOil WTI Light Crude FutureFaktor: 3
SH1YFNShortOil WTI Light Crude FutureFaktor: -3
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Edelmetalle: Gold gibt Gewinne wieder ab, Silber mit großen Verlusten

Der Ausflug von Gold über die Marke von 1.900 USD je Feinunze hat sich als kurzlebig erwiesen. Bereits im gestrigen Tagesverlauf hat es seine Gewinne wieder abgegeben und fällt heute Morgen auf 1.875 USD zurück. Damit steht Gold vor dem dritten Wochenverlust in Folge. Hauptbelastungsfaktor dürften die Anleiherenditen sein: Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ist gestern kräftig in der Spitze auf 3,11% gestiegen, den höchsten Wert seit 3½ Jahren. Da sich die marktbasierten Inflationserwartungen nicht bewegt haben, sind auch die Realzinsen merklich gestiegen. Dies hat Gold als Anlagealternative weniger attraktiv gemacht, was sich gestern auch in den größten ETF-Abflüssen seit drei Monaten niedergeschlagen hat (4,4 Tonnen). Gegenwind hat Gold auch durch den festen US-Dollar erhalten, der nach der kurzen Korrektur im Zuge der Fed-Sitzung bereits wieder aufwertet. Die Marktteilnehmer dürften heute Nachmittag in die USA schauen, wo der offizielle Arbeitsmarktbericht für April veröffentlicht wird. Der Bloomberg-Konsensus erwartet einen geringeren Stellenaufbau als in den letzten Monaten. Nennenswerte Auswirkungen auf den Goldpreis dürften die Daten unseres Erachtens aber nur haben, wenn sie deutlich von den Erwartungen abweichen. Im Fahrwasser von Gold standen bzw. stehen auch die anderen Edelmetalle unter Druck. Silber ist heute Morgen zeitweise auf ein 3-Monatstief von gut 22 USD je Feinunze gefallen. Seit dem Beginn der Korrektur vor knapp drei Wochen hat es rund 14% verloren. Silber hat sich in diesem Zeitraum deutlich schlechter entwickelt als Gold, was im Gold/Silber-Verhältnis zum Ausdruck kommt, das von über 76 auf aktuell knapp 84 gestiegen ist. Platin fällt auf960 USD je Feinunze zurück und Palladium handelt wieder unter der Marke von 2.200 USD je Feinunze.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T69LongGold FutureFaktor: 7
SF5DDAShortGold FutureFaktor: -7
SD3APKLongSilver Future Faktor: 7
SD3YJRShortSilver Future Faktor: -7
SH8E6ALongPlatinum FutureFaktor: 7
SH2G4TShortPlatinum FutureFaktor: -7
SF4YAPLongPalladium FutureFaktor: 5
SH3VFJShortPalladium FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: Preise bereits wieder unter Druck

Die Erholung der LME-Industriemetallpreise währte nur kurz. Sie haben ihre anfänglichen Gewinne gestern wieder abgegeben und sind zumeist stark ins Minus gerutscht. Auch die Preise an der SHFE stehen merklich unter Druck. In London ist Aluminium gestern zeitweise auf ein 4-Monatstief unter 2.900 USD je Tonne gefallen. Heute Morgen handelt es nur knapp darüber. Kupfer notiert knapp unter der Marke von 9.500 USD je Tonne. Es steht vor dem fünften Wochenverlust in Folge, laut Bloomberg der längsten Verluststrecke seit über zwei Jahren. Deutliche Verluste mussten auch Zink und Nickel hinnehmen. Die Stimmung der Marktteilnehmer hat sich in den letzten Wochen merklich eingetrübt, wie man auch an den Aktienmärkten sehen kann. Der Dow Jones Industrial Average und der S&P 500 haben gestern jeweils mehr als 3% verloren. Die Schwäche ist auch nach Asien übergeschwappt und für die europäischen Märkte werden ebenfalls Abschläge zum Handelsbeginn erwartet. Als Belastungsfaktor für die Metallpreise erweist sich der feste US-Dollar, der nach der kurzen Korrektur im Zuge der Fed-Sitzung bereits wieder aufwertet. Daneben gibt es Sorgen, dass durch die Zinserhöhungen der US-Notenbank zum einen die Finanzierungskosten der Unternehmen steigen und zum anderen die Wirtschaft abgewürgt wird. Und zu guter Letzt bestehen die Lockdown-Maßnahmen in China weiter, die auf der Wirtschaft lasten und die Nachfrage nach Metallen beeinträchtigen. Gänzlich ausgeblendet werden derzeit die Angebotsrisiken im Zuge des Ukraine-Krieges. Dabei besteht die Gefahr von Angebotsausfällen aus Russland unseres Erachtens weiterhin – sei es von westlicher Seite oder von Russland selbst forciert. Wir halten den jüngsten Rückgang der Metallpreise daher für übertrieben und erwarten nach dem Ende der Korrektur in vielen Fällen wieder höhere Preise.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3Q6SLongCopper FutureFaktor: 8
SD2TAUShortCopper FutureFaktor: -8
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Gold glänzt als sicherer Hafen und Inflationsschutz

Gold verzeichnete einen ausgesprochen guten Start in das Jahr 2022. Der Preis stieg im ersten Quartal um 6 Prozent, was dem stärksten Zuwachs seit dem zweiten Quartal 2020 und dem besten Jahresauftakt seit fünf Jahren entspricht.

Wie die weiteren Aussichten für das gelbe Edelmetall sind, lesen Sie in der Analyse.