Rohstoffe

Angebotssorgen am Ölmarkt reißen nicht ab

Energie: OPEC äußert sich zuversichtlich zum Ölmarkt

Der Brentölpreis stieg in der Nacht auf ein neues 7-Jahreshoch von 89 USD je Barrel. Gleiches gilt für WTI mit 87 USD. Auslöser war die Nachricht einer Explosion an einer Ölpipeline, durch die täglich bis zu 450 Tausend Barrel Rohöl von den Ölfeldern im Nordirak an den Mittelmeerhafen Ceyhan in der Türkei transportiert werden. Die Ursache für die Explosion ist unklar. Laut einem Offiziellen soll der Durchfluss aber schon in Kürze wieder aufgenommen werden. Die Ölpreise haben daraufhin einen Teil ihrer Gewinne wieder abgegeben, handeln aber weiterhin über dem gestrigen Schlussniveau. Es wiederholt sich damit das Muster der letzten Wochen. Nachrichten über Angebotsausfälle lassen die Preise deutlich steigen und wenn diese behoben sind, fallen die Preise nicht auf das vorherige Niveau zurück. Die OPEC bezeichnete in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht den Ölmarkt in diesem Jahr durch die robuste Nachfrage als „gut unterstützt“. Die Auswirkungen der Omikron-Variante stuft sie nach wie vor als milde und vorübergehend ein. Die OPEC erwartet weiterhin einen Anstieg der globalen Ölnachfrage um 4,15 Millionen Barrel pro Tag in diesem Jahr. Das Nicht-OPEC-Angebot soll unverändert um 3 Millionen Barrel pro Tag steigen. Den Bedarf an OPEC-Öl beziffert die OPEC für 2022 auf durchschnittlich 28,9 Millionen Barrel pro Tag. Das liegt rund 1 Millionen Barrel pro Tag über der OPEC-Produktion im Dezember und gibt der OPEC somit etwas Spielraum, die Ölproduktion auszuweiten. Das gilt allerdings nicht für das laufende Quartal. Hier droht dem Ölmarkt ein Überangebot von knapp 500 Tauend Barrel pro Tag, wenn die OPEC ihre Fördermenge wie geplant jeden Monat um rund 250 Tausend Barrel pro Tag erhöht. Das gelingt der OPEC jedoch weiterhin nicht. Im Dezember stieg die Produktion lediglich um 170 Tausend Barrel pro Tag. Die Produktionsmenge der am Abkommen beteiligten OPEC-Länder liegt inzwischen 629 Tausend Barrel pro Tag unter dem vereinbarten Niveau. Heute veröffentlicht die IEA als letzte der drei großen Energieagenturen ihre aktualisierten Prognosen. Die IEA ist bislang deutlich pessimistischer zur Nachfrage und erwartet daher einen größeren Angebotsüberschuss.

Erdgaspreis trotz Russland-Ukraine-Konflikt unter Druck

Der europäische Erdgaspreis (TTF, 1-Monats-Forward) fällt heute 9% auf 72,5 EUR je MWh. Damit handelt er auch deutlich niedriger als zu Jahresbeginn. Angesichts der weiteren Zuspitzung des Russland-Ukraine-Konflikts ist dies überraschend. Das Treffen von Deutschlands Außenministerin Baerbock mit dem russischen Amtskollegen Lawrow brachte gestern keine Annäherung. Die deutsche Regierung hat damit gedroht, die fertiggestellte Erdgaspipeline Nord Stream 2 nicht in Betrieb zu nehmen, sollte Russland die Ukraine angreifen. Zudem sind die russischen Gaslieferungen über die Jamal-Pipeline nach Deutschland seit einem Monat zum Erliegen gekommen. Laut dem Netzwerkbetreiber Gascade fließt das Erdgas seit dem 21. Dezember sogar in die umgekehrte Richtung von Deutschland nach Polen. Wir haben gestern eine Publikation veröffentlicht, die zeigt, wie abhängig Deutschland und Europa von russischem Erdgas ist und dass es kaum möglich ist, dieses kurzfristig durch andere Anbieter zu ersetzen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SD0UN7LongOil Brent Future Faktor: 5
SF56W7ShortOil Brent Future Faktor: -5
SB3T5XLongWTI Light Crude Future Faktor: 4
SH0EUTShortWTI Light Crude FutureFaktor: -4
SH0CH5LongNatural Gas Future Faktor: 4
SF4744ShortNatural Gas Future Faktor: -4
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Edelmetalle: Renditeanstieg und fester US-Dollar belasten Gold, Silberpreis springt nach oben

Der Renditeanstieg in den USA, von dem wir gestern hier bereits berichtet haben, setzt sich fort. Hintergrund sind anhaltende Spekulationen auf stärkere Zinserhöhungen der Fed. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen klettert auf 1,89%, was auch dazu führt, dass die Realzinsen weiter steigen. Unter Berücksichtigung der marktbasierten Inflationserwartungen liegen sie in den USA jetzt bei -0,6%. Anfang des Jahres waren sie noch bei -1%. Der Renditeanstieg gepaart mit dem festen US-Dollar, der gestern deutlicher aufgewertet hat, sind wohl die Hauptbelastungsfaktoren für Gold. Allerdings hält sich der Preisrückgang von Gold auf gut 1.810 USD je Feinunze vor diesem Hintergrund unserer Meinung nach noch in Grenzen. Einen nennenswerten oder nachhaltigen Preisanstieg erwarten wir vor der Sitzung der US-Notenbank Fed nächste Woche jedoch nicht. Die Marktteilnehmer erhoffen sich von der Fed weitere Signale hinsichtlich der zukünftigen Geldpolitik und werden bis dahin wohl eher an der Seitenlinie stehen. Wenn sich die Zinsspekulationen fortsetzen, droht ein weiterer Preisrückgang.

Silber ist gestern Nachmittag innerhalb weniger Minuten um fast 1 USD auf 23,5 USD je Feinunze gestiegen und hat den Handel mit einem Plus von 2% beendet. Heute Morgen legt Silber weiter leicht zu und handelt auf dem höchsten Stand seit fast zwei Monaten. Nachrichten, die den gestrigen Preissprung erklären könnten, haben wir nicht ausmachen können. Durch den Preisanstieg hat Silber Boden gegenüber Gold gut gemacht: Das Gold/Silber-Verhältnis ist unter 77 gefallen. Im historischen Vergleich ist Silber gegenüber Gold aber weiterhin unterbewertet. Wir sehen Aufholpotenzial für Silber. Ähnlich wie bei Gold erwarten wir aber auch bei Silber vor der Fed-Sitzung nächste Woche keinen nachhaltigen Preisanstieg.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SD49EBLongSilver FutureFaktor: 5
SF5DDEShortSilver FutureFaktor: -5
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Industriemetalle: China hat im letzten Jahr eine rekordhohe Menge Aluminium importiert

Die gestiegenen Anleiherenditen haben zu einer höheren Risikoaversion der Markteilnehmer geführt, was sich unter anderem in teilweise merklich gefallenen Aktienmärkten widergespiegelt hat. Dies und der feste US-Dollar sind wohl die Gründe dafür, dass die Metallpreise gemessen am LME-Industriemetallindex gestern kaum gestiegen sind. Kupfer zum Beispiel ist sogar moderat gefallen und Nickel hat seine anfänglichen Gewinne abgegeben. Heute Morgen ist noch nicht viel Bewegung in den Preisen: Kupfer handelt bei rund 9.700 USD je Tonne, Nickel kostet 22.300 USD je Tonne. Aluminium hält sich noch knapp über der Marke von 3.000 USD je Tonne. Die chinesische Zollbehörde hat gestern weitere Handelsdaten für Dezember und das Gesamtjahr 2021 veröffentlicht. Demnach hat China im letzten Jahr gut 3,2 Millionen Tonnen unverarbeitetes Aluminium und Aluminiumprodukte importiert, fast 20% mehr als im Vorjahr. Dies war zugleich eine Rekordmenge, was für eine robuste chinesische Aluminiumnachfrage spricht. Mit den hohen Importen vor allem im vierten Quartal haben die chinesischen Händler aber wohl auch auf die Produktionskürzungen im Zuge der Energiekrise im Land reagiert. Zudem gab es Arbitragemöglichkeiten, die den Kauf von Aluminium auf dem Weltmarkt attraktiv gemacht haben. Trotz der hohen Importe blieb China im letzten Jahr ein Netto-Exporteur von unverarbeitetem Aluminium und Aluminiumprodukten, was nicht zuletzt an rekordhohen Ausfuhren im Dezember lag. Im Gesamtjahr hat China netto 2,4 Millionen Tonnen Aluminium exportiert, knapp 12% mehr als im Vorjahr. Die Menge war allerdings nicht einmal halb so hoch wie im Vorkrisenjahr. Sollte China auch in diesem Jahr keine großen Mengen Aluminium exportieren (netto), müssten sich die Käufer wohl nach alternativen Bezugsquellen umschauen und der globale Aluminiummarkt wäre wahrscheinlich noch schlechter versorgt als ohnehin schon.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T5NLongCopper FutureFaktor: 3
SB3T9GShortCopper FutureFaktor: -3
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Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!