Währung

Am Devisenmarkt ist bereits viel Porzellan zerschlagen

Ende gut, alles gut?

Schneller, als ich dachte, wendet sich der Markt überwiegend positiven Meldungen zu. Das scheint wohl wirklich in der menschlichen Natur zu liegen. Fairerweise muss man sagen, dass vermutlich das Gros der katastrophalen Konjunkturzahlen hinter uns liegt. Einige BIP-Daten waren nicht ganz so schlimm wie befürchtet, die vorlaufenden Indikatoren (PMIs) oder aktuelleren Zahlen (Auftragseingänge u.ä.) überraschen bislang oftmals positiv. Zudem scheinen die Chancen einer Einigung in den USA auf ein Fiskalpaket zu steigen, außerdem wollen sich die USA und China angeblich wieder an den Verhandlungstisch setzen. Ende gut, alles gut? So erfreulich dies alles auch sein mag: die vielen Programme zur Unterstützung der Beschäftigung oder der Unternehmensliquidität übertünchen Probleme, die vermutlich in den kommenden Quartalen vielen Wirtschaften auf die Füße fallen werden: steigende Insolvenzen und steigende Arbeitslosenquoten sowie steigende Belastungen der Sozialkassen und Staatshaushalte. Außerdem ist immer noch fraglich, inwieweit die Verbraucher ihr Verhalten möglicherweise dauerhaft geändert haben, was wiederum negative wirtschaftliche Auswirkungen haben kann. Weshalb unsere Experten nach der ersten Erholung im weiteren Jahresverlauf mit flacheren Wachstumsraten rechnen. Wer letzten Endes am besten aus der Krise herauskommt, wird sich erst in einigen Quartalen allmählich herauskristallisieren, sodass der Markt verständlicherweise wenig Motivation hat, auf derlei unsichere und längerfristige Annahmen die Wechselkurse zu handeln.

So fokussiert sich der Markt nach den Krisenwochen auf die positiven Nachrichten, die er für seinen Geschmack im Wochenverlauf zuhauf gefunden hat, und verkauft den US Dollar. Das heißt aber nicht, dass bei einem möglichen Anstieg der Risikoaversion der Dollar wieder markant an Wert zulegen muss. Zuviel Porzellan ist in den letzten Wochen zerschlagen worden, sodass das Vertrauen des Markts in die Funktion des Dollar als sicherer Hafen erschüttert ist. Zusehends belasten verschiedene andere Argumente den Dollar: von der Unsicherheit rund um die Präsidentschaftswahlen über den Verlust des Zinsvorteils bis hin zu einer dauerhaft expansiven Geldpolitik der US Notenbank und einem in Zukunft steigenden Zwillingsdefizit (Haushalts- und Handelsbilanzdefizit). Entsprechend dürfte der Dollar weiterhin unter Abwärtsdruck bleiben und in Phasen steigender Risikoaversion – wenn überhaupt – nur vergleichsweise wenig an Wert zulegen können.

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SB2ENCCallEUR/USDHebel: 7,4
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Markt wird heute wohl noch nichts zu Negativzinsen im UK erfahren

Die Zinsentscheidung der Bank of England (BoE) an sich ist wenig spannend. Es wird allgemein erwartet, dass sie an der aktuellen Gangart nichts ändern wird. Spannender sind ihre neuen Prognosen, die sie heute im vierteljährlichen geldpolitischen Bericht veröffentlichen wird. Ihre kurzfristigen BIP-Prognosen dürfte sie wohl nach oben revidieren, da der Einbruch im zweiten Quartal geringer war als noch von ihr im Mai erwartet. Möglicherweise passt sie aber ihre längerfristigen Prognosen für das Wachstum nach unten an, da die Erholung länger dauern dürfte, als zuvor erwartet. Wichtig ist dabei, wie die BoE die zukünftige Entwicklung der Arbeitslosenquote einschätzt. Rechnet sie im Gegensatz zu vorher mit einer anhaltend hohen Quote, erhöht dies die Chancen für eine expansivere Geldpolitik im Herbst. Dabei wird der Markt vor allem auf Hinweise (oder das Fehlen von Hinweisen) auf Negativzinsen achten. Die Ergebnisse zur Studie über Negativzinsen sollen jedoch laut Chefvolkswirt Andy Haldane erst im September vorliegen, weshalb es unwahrscheinlich ist, dass sich der geldpolitische Rat (MPC) heute schon dezidiert dazu äußern wird, zumal die Unsicherheit rund um das Ausmaß und die Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung noch sehr groß ist. Geben die Kommentare oder Prognosen des MPC dem Markt aber Anlass, seine bislang nur zögerlichen Erwartungen von Negativzinsen im kommenden Jahr hochzuschrauben, wird das Pfund infolge der BoE-Sitzung unter Abwärtsdruck geraten.

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CJ4VF3CallEUR/GBPHebel: 7,4
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CNY: Ein kurzes Zeitfenster

Der chinesische Renminbi (CNY) erhielt gestern einen Schub, sodass der USD-CNY-Kurs unter den Stand von 6,95 fiel. Die etwas verzögerte Rally spiegelt den Aufholbedarf der chinesischen Währung wider, die sich seit geraumer Zeit unterdurchschnittlich entwickelt. Aus Sicht der relativen Bewertung dürfte der Renminbi ein gewisses Aufwertungspotenzial haben. Die Spitzenunterhändler aus den USA und China überprüfen in zwei Wochen die Umsetzung des Phase-1-Handelsabkommens. In der Zwischenzeit dürfte der Tonfall relativ neutral bleiben, bis das endgültige Ergebnis bekannt gegeben wird. Der Markt wird also die mittelfristigen Aussichten des Renminbis wohl weiterhin pessimistisch einschätzen, es könnte sich jedoch ein Zeitfenster mit einer gewissen kurzfristigen Dynamik öffnen. Die kurzfristige Stärke des CNY scheint also gerechtfertigt.

In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass die amerikanischen Exporte landwirtschaftlicher und damit verbundener Produkte nach China im 1. Halbjahr 2020 laut den Daten des US-Landwirtschaftsministeriums einen Umfang von 7,27 Mrd. USD erreicht hatten. Dies entspricht rund 20% des im Phase-1-Handelsabkommen vereinbarten Zielwerts von 36,5 Mrd. USD für 2020.

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CJ1YD2CallEUR/CNHHebel: 7,5
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CJ6RH1CallUSD/CNHHebel: 7,6
CJ1E4GPutUSD/CNHHebel: 7,7
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