Rohstoffe

Abverkauf am Ölmarkt setzt sich fort

Energie: Abverkauf am Ölmarkt setzt sich fort

Die Ölpreise haben ihren Abwärtstrend gestern fortgesetzt und sind zeitweise um bis zu 6% gefallen, bevor sie im Einklang mit der Erholung der US-Aktienmärkte wieder etwas zulegten. Der Brentölpreis ist z.B. auf 36,6 USD je Barrel gefallen und notiert heute Morgen nur unwesentlich höher. Vor einer Woche lag der Preis noch bei rund 43 USD je Barrel. Der Abverkauf am Ölmarkt bringt die OPEC und ihre Verbündeten (OPEC+) in Zugzwang. Denn sie müssen nun entschieden reagieren. Ansonsten riskieren sie einen noch stärkeren Preisrückgang. Doch die Aktionen der OPEC+ dürften ins Leere laufen. Die Ankündigung einer Beibehaltung der freiwilligen Produktionskürzungen würde angesichts der anhaltenden schwachen Nachfrage und einer negativen Stimmung nicht viel bringen. Kündigt man weitere Produktionskürzungen an, riskiert man seine Glaubwürdigkeit zu verlieren. Denn angesichts der steigenden Produktion anderswo, ob in Brasilien, den USA oder insbesondere in Libyen, werden die “OPEC+”-Länder kaum freiwillig die Produktion weiter senken. Wir sehen daher die OPEC+ aktuell machtlos, wobei der Ölpreis vor allem im Sog der Finanzmärkte gefangen bleiben dürfte.

Energie: Lockdown-Pläne lasten auf CO2-Preisen

Die Preise im EU-Emissionshandel konnten sich dem Druck der belastenden Lockdown-Pläne vieler Mitgliedsländer nicht entziehen. Das Recht zur Emission einer Tonne CO2 notiert inzwischen mit gut 23 EUR mehr als 20% niedriger als im Hoch Mitte September und damit so niedrig wie Mitte Juni. Da hilft es wenig, dass die emissionsintensive Kohlekraft seit dem Sommer gegenüber der Gaskraft an Attraktivität gewonnen hat, weil sich Kohle deutlich weniger verteuert hat als Gas und die CO2-Preise nachgegeben haben. Auch die ambitionierte Klimapolitik der EU scheint vergessen. Das kurzfristige Bild bleibt angesichts des wirtschaftlichen Umfelds schwierig.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent FutureFaktor: 6
SB3T6RShortOil Brent FutureFaktor: -6
SB3T6VLongOil WTI Light FutureFaktor: 6
SD0UQEShortOil WTI Light FutureFaktor: -6
SB37KXLongICE ECX EUA FutureFaktor: 3
SB37KWShortICE ECX EUA FutureFaktor: -3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Edelmetalle: Gold trotz EZB-Ankündigung kaum erholt

Nach einer anfänglichen Erholung ist der Goldpreis gestern Nachmittag zeitweise weiter auf 1.860 USD je Feinunze gefallen, da der US-Dollar seine Aufwertung fortgesetzt hat. Im späteren Handelsverlauf hat der Goldpreis seine Verluste zum Teil aber aufgeholt, da sich die Stimmung an den Finanzmärkten aufhellte. So haben zum Beispiel die US-Aktienindizes nach schwachem Start ins Plus gedreht. Heute Morgen handelt Gold bei 1.870 USD. Auch gestern gab es wieder ETF-Abflüsse. Das heißt, einige Finanzanleger gehen offenbar davon aus, dass der Goldpreis weiter fallen wird. Ob sich auch spekulative Finanzinvestoren bei Gold zurückgezogen haben, wird die CFTC-Statistik zeigen. Der jüngste Preisrutsch ist aber noch nicht in den heutigen Daten enthalten. Die EZB-Sitzung hatte gestern kaum Auswirkungen auf den Goldpreis. Die EZB hat wie erwartet ihre Geldpolitik unverändert belassen. Angesichts der von ihr betonten Risiken für den Konjunkturausblick hat sie jedoch für die nächste Sitzung im Dezember neue Maßnahmen angekündigt. Wir erwarten, dass sie ihr PEPP-Anleihekaufprogramm bis Ende 2021 verlängert und um 600 Mrd. EUR erhöht, im kommenden Jahr neue Langfristtender (TLTROs) auflegt und den Einlagensatz nochmals um 10 Basispunkte auf -0,6% senkt. Hiervon sollte Gold in seiner Eigenschaft als wertstabile Anlage unseres Erachtens profitieren. Wir gehen daher nicht davon aus, dass der Goldpreis weiter stark nachgeben wird. Allerdings dürfte er in den kommenden Wochen Gegenwind von der Währungsseite erhalten, da wir nach den Ankündigungen von EZB-Präsidentin Lagarde nun bis Jahresende keine EUR-Aufwertung mehr, sondern eine EUR-Abwertung (und damit einen festeren US-Dollar) unterstellen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T61LongGold Future Faktor: 6
SB3T6TShortGold Future Faktor: -6
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Industriemetalle: Metalle gut behauptet, Fokus auf China

Die Industriemetallpreise haben sich dem Abwärtssog der Finanzmärkte bislang erstaunlich gut entzogen. Auch gestern hielten sich die Verluste in Grenzen, während die Ölpreise weiter abrutschten. Der LME-Industriemetallindex ist nur um 0,2% gefallen. Unterstützung erhielten die Metallpreise durch die auf den ersten Blick kräftige Erholung der US-Wirtschaft im dritten Quartal. Gegenüber dem zweiten Quartal betrug das Plus auf Jahresrate hochgerechnet 33,1%. Damit wurden aber erst zwei Drittel des vorherigen Einbruchs aufgeholt und der Aufschwung dürfte deutlich an Tempo verlieren. Die Marktteilnehmer sehen die Metallnachfrage offenbar weniger anfällig für die rasant steigenden Neuinfektionszahlen mit Covid-19 und setzen ihre Hoffnung zuvorderst auf China. Gestern ist in Peking das viertägige Plenum der Kommunistischen Partei zu Ende gegangen. Hinter verschlossenen Türen wurde über den neuen 5-Jahresplan, der ab nächstem Jahr gilt, und über einen Langfristplan für Chinas Entwicklung bis 2035 beraten. Details hierzu werden zwar erst im Frühjahr bekannt gegeben, wenn der Parteitag das Programm bestätigt. Die Regierung hat aber ein Kommuniqué veröffentlicht, in dem sie ihre Pläne grob skizziert. Demnach legt die Regierung den Fokus beim Wachstum zukünftig auf Qualität anstatt auf Schnelligkeit. Sie sieht die Notwendigkeit eines nachhaltigen Wachstums und möchte den heimischen Markt stärken sowie die Wirtschaft in den nächsten Jahren weiter öffnen. Nachhaltigeres Wachstum dürfte unseres Erachtens mit dem Ausbau erneuerbarer Energien (z.B. Wind- und Solarkraft) sowie der Elektrifizierung der Energieübertragung (Stromnetz) und des Massentransports (Elektrofahrzeuge) einhergehen. Dies sollte eine höhere Nachfrage nach Metallen wie zum Beispiel Kupfer und Nickel mit sich bringen.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6BLongCopper FutureFaktor: 5
SB3T94ShortCopper FutureFaktor: -5
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