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Deutsche Pfandbriefbank erwartet mehr Gewinn - Aktie legt zu

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Deutsche Pfandbriefbank rechnet nach einem starken dritten Quartal auch für das Gesamtjahr mit mehr Gewinn. Für 2019 peilt das Management jetzt ein Vorsteuerergebnis von 205 bis 215 Millionen Euro an, wie das Geldhaus am Donnerstagabend in München mitteilte. Zuletzt war Vorstandschef Andreas Arndt von etwa 190 Millionen Euro ausgegangen. Mit der neuen Prognose ist es nun denkbar, dass die Bank ihren Vorsteuergewinn von 215 Millionen aus dem Vorjahr wieder erreicht. Arndt hatte das Gewinnziel bereits im Juni angehoben.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Die PBB-Aktie legte am Freitag deutlich zu. Zur Mittagszeit war sie mit einem Plus von 1,81 Prozent auf 12,89 Euro zweitstärkster Titel im MDax . Seit dem Jahreswechsel hat das Papier damit schon fast die Hälfte an Wert gewonnen.

In den ersten neun Monaten des Jahres steigerte die Bank ihren Gewinn vor Steuern um neun Prozent auf 187 Millionen Euro. Das dritte Quartal brachte dabei einen besonders starken Schub: Mit 70 Millionen Euro lag der Vorsteuergewinn rund 43 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Die PBB erklärte die Gewinnsteigerung mit ihrem Kerngeschäft. So habe die Bank ihr Geschäft ausgeweitet und sich zugleich günstiger refinanziert. Zudem hätten Kunden deutlich höhere Entschädigungen an die Bank bezahlt, weil sie Kredite vorzeitig zurückgezahlt hätten. Die Rückstellungen für faule Kredite lagen der Mitteilung zufolge dabei auf Vorjahresniveau.

Für das vierte Quartal rechnet die Bankspitze allerdings mit deutlich höheren Aufwendungen - auch wegen gefährdeter Kredite. So werde das Geldhaus ihre Risikovorsorge infolge der konjunkturellen Unsicherheiten voraussichtlich anheben müssen. Seinen vollständigen Zwischenbericht zum dritten Quartal will das Institut wie geplant am 11. November veröffentlichen.