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Nach Kraftwerksblockade beginnt Prozess gegen Klimaaktivisten

ESCHWEILER (dpa-AFX) - Rund zwei Jahre nach der Blockade eines Braunkohlekraftwerks im Rheinischen Revier beginnt am Mittwoch (09.00 Uhr) der Prozess gegen fünf Klimaaktivisten. Die 22 bis 37 Jahre alten Angeklagten sind nach Angaben des Amtsgerichts Eschweiler unter anderem wegen Hausfriedensbruchs und der Störung öffentlicher Betriebe angeklagt.

In einem anderen Verfahren vor dem Landgericht Aachen verlangt der Energiekonzern RWE außerdem von insgesamt sechs Aktivisten rund zwei Millionen Euro Schadenersatz wegen der Blockade seines Braunkohlekraftwerks Weisweiler. In diesem Verfahren müssen sich auch vier der in Eschweiler angeklagten Aktivisten verantworten. Das Aachener Gericht setzte seine Verhandlung zunächst aus, um das Verfahren in Eschweiler abzuwarten.

Mit der Blockadeaktion, die parallel zur Weltklimakonferenz in Bonn stattfand, hatten die Aktivisten das Kraftwerk über Stunden vom Kohlenachschub abgeschnitten. RWE musste drei Kraftwerksblöcke vorübergehend vom Netz nehmen. Der Strom, der in dieser Zeit produziert werden sollte, war nach damaligen RWE-Angaben bereits verkauft.