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Ölpreise nach Zuspitzung im Handelskonflikt gefallen

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die weitere Zuspitzung im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die Ölpreise am Freitag deutlich belastet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 58,69 US-Dollar. Das waren 1,24 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,72 Dollar auf 53,61 Dollar.

China hat im Handelsstreit mit den USA Vergeltungszölle angekündigt. Die Führung in Peking will zusätzliche Zölle in Höhe von fünf bis zehn Prozent auf Waren mit einem Volumen von 75 Milliarden US-Dollar erheben. Die Situation an den Finanzmärkten verschärfte sich als US-Präsident Donald Trump umgehend Gegenmaßnahmen ankündigte. Zudem kritisierte er China heftig. Die wachsende Unsicherheit dürfte weiter die Weltwirtschaft belasten und die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.

US-Notenbankchef Jerome Powell bewegte hingegen mit seiner Rede die Märkte kaum. Er sieht zwar "signifikante Risiken" für die amerikanische Wirtschaft. Insgesamt befinde sich die Konjunktur aber in einem "günstigen Zustand", sagte Powell auf der renommierten Notenbankkonferenz in Jackson Hole. Man sei bereit "angemessen zu handeln, um den Aufschwung zu stützen".