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Lindner fordert bessere Bedingungen für innovative Firmengründungen

POTSDAM/DRESDEN (dpa-AFX) - Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat bessere Bedingungen für innovative Unternehmensgründungen gefordert. Solche Ansätze seien oft genug bei politischen Entscheidern gar nicht bekannt, sagte Lindner am Dienstag während seiner Sommerreise zu Start-ups in Potsdam und Dresden. Und häufig stimmten auch die politischen Rahmenbedingungen nicht. "Gerade bei den synthetischen Kraftstoffen gibt es überhaupt nicht die Möglichkeit, sie in Fahrzeugen breit einzusetzen, weil sie nicht angerechnet werden auf die Grenzwerte bei Pkw."

Die Liberalen forderten eine größere Technologieoffenheit in Deutschland. Neugegründete Unternehmen stünden oft vor massiven bürokratischen Belastungen wie Zulassungsverfahren. Dazu kämen Belastungen durch Steuern, Sozialabgaben und nicht zuletzt durch fehlendes Investitionskapital.

Wenn Deutschland wirklich Gründerrepublik sein wolle, müssten die Rahmenbedingungen verändert werden, argumentierte der FDP-Vorsitzende. So sollte man darüber nachdenken, ob etwa sogenannte Geldsammelstellen wie die Rentenversicherung einen Teil ihres Kapitals auch in Start-ups anlege.

Lindner besuchte in Potsdam die Firma Motiontag, die eine IT-Plattform für eine verbesserte und effektivere Mobilität in Städten und auf dem Land entwickelt. Das Unternehmen Sunfire in Dresden produziert Anlagen zur Erzeugung von synthetischen Kraftstoffen, um fossile Brennstoffe zu ersetzen. Die Neugründung Green City Solutions in Bestensee in Brandenburg entwickelt Filter mit Moos, um die Luftqualität in Städten zu verbessern.

Lindner unterstrich mit Blick auf die Grünen, es scheine für Deutschland die bessere Strategie zu sein, mit innovativer Technologie die Luftqualität in Städten zu verbessern, "statt Verbot und Verzicht zu predigen".