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Ölpreise legen deutlich zu - Bewegung in Handelsgesprächen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Dienstag angesichts von Bewegung im Handelsstreit zwischen den USA und China deutlich zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 60,70 US-Dollar. Das waren 2,13 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,87 Dollar auf 56,82 Dollar.

Die Ölpreise profitierten von Meldungen zum Handelskonflikt zwischen den USA und China. Die US-Regierung will die Einführung der jüngst angekündigten Strafzölle auf Importe aus China für einige Produktgruppen verschieben. Das chinesische Handelsministerium teilte zudem mit, dass die USA und China bereits in zwei Wochen telefonische Handelsgespräche führen wollen. Die vorige Gesprächsrunde der beiden Staaten im Juli war ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Trumps Regierung verhängte daraufhin die neuen Strafzölle.

Der Handelskonflikt hatte zuletzt das Weltwirtschaftswachstum und vor allem die Industrie belastet. Ein schwächeres Wachstum dämpft die Nachfrage nach Rohöl. Eine mögliche Entspannung in dem Konflikt könnte daher die Nachfrage nach Rohöl steigern.

Im weiteren Handelsverlauf dürfte die Entwicklung der Ölreserven in den USA stärker in den Fokus rücken und für etwas mehr Bewegung bei den Ölpreisen sorgen. Im weiteren Tagesverlauf werden vom Interessenverband American Petroleum Institute (API) Daten zur Entwicklung des Lagerbestände erwartet. Analysten gehen davon aus, dass die amerikanischen Ölreserven in der vergangenen Woche gefallen sind.