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Stoltenberg: Nato könnte Ausbildung von Kurden im Irak übernehmen

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat könnte die Nato nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg die Ausbildung kurdischer Sicherheitskräfte im Irak übernehmen. Die Nato sei in den kurdischen Teilen des Landes nicht präsent, wohl aber bildeten dort Nato-Staaten als Teil der globalen Anti-IS-Koalition Sicherheitskräfte aus, sagte der Norweger am Freitag bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Man werde nun darüber entscheiden, wie genau das Militärbündnis seine Präsenz im Irak ausbauen könne und vielleicht werde man auch "einige Ausbildungsaktivitäten übernehmen, die Nato-Alliierte derzeit innerhalb der (Anti-IS-) Koalition leisten".

Die Nato hatte am Mittwoch beschlossen, ihre derzeit wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzte Irak-Mission auszuweiten. Details wurden zunächst nicht genannt. Die aktuelle Nato-Mission soll die irakischen Streitkräfte in die Lage versetzen, ein Wiedererstarken des IS zu verhindern. Die Bundeswehr ist an dem Einsatz nicht beteiligt, wohl aber Teil der US-geführten Anti-IS-Koalition. Am Freitag beriet die Koalition im Beisein Stoltenbergs über die Fortsetzung des Einsatz gegen den IS. Sowohl die Nato als Organisation selbst als auch alle 29 Nato-Staaten sind Teil der Militärkoalition.