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Einigkeit in der Rentenkommission der Regierung nicht in Sicht

BERLIN (dpa-AFX) - Die Rentenkommission der Bundesregierung droht eine gemeinsame Empfehlung für die Zukunft der Alterssicherung in Deutschland zu verfehlen. Wenige Wochen vor der geplanten Vorstellung des Abschlussberichts endete eine Klausur der Kommission Anfang Februar ohne gemeinsame Linie, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag in Berlin erfuhr. Zuerst berichteten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und der "Spiegel" darüber.

Kommissionsmitglied Axel Börsch-Supan, Direktor des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik in München, machte seinem Unmut den übereinstimmenden Berichten der beiden Medien zufolge auf einer Renten-Tagung der Evangelischen Akademie in Tutzing Luft. "Erwarten Sie nicht zu viel", sagte er dort demnach. "Erwarten Sie besser gar nichts." Der Wissenschaftler beklagte demnach rentenpolitische "Denkverbote".

Die Kommission soll Vorschläge machen für die künftige Absicherung der Rente, wenn immer weniger Beitragszahler auf immer mehr Rentner kommen. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte angekündigt, noch in der laufenden Legislaturperiode gesetzliche Weichenstellungen auf Basis der erwarteten Kommissionsempfehlungen auf den Weg bringen zu wollen.